Verschärfung der Corona-Massnahmen : In Schaffhausen müssen bereits Chindsgi-Kinder Masken tragen
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Verschärfung der Corona-Massnahmen In Schaffhausen müssen bereits Chindsgi-Kinder Masken tragen

Wenn der Abstand zwischen Kindern und der «besonders gefährdeten Lehrperson» nicht eingehalten werden kann, müssen Kinder ab vier Jahren seit Montag eine Maske tragen.

von
Daniel Krähenbühl
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Für die Schüler der Kindergarten und der 1. und 2. Klassen von besonders gefährdeten Lehrpersonen gilt seit Montag die Maskentragpflicht.

Für die Schüler der Kindergarten und der 1. und 2. Klassen von besonders gefährdeten Lehrpersonen gilt seit Montag die Maskentragpflicht.

Tamedia AG/Reto Oeschger
Jedoch nur, wenn bei einzelnen Unterrichtssequenzen der Abstand von 1.5 Metern zwischen Kinder und der besonders gefährdeten Lehrperson nicht eingehalten kann.

Jedoch nur, wenn bei einzelnen Unterrichtssequenzen der Abstand von 1.5 Metern zwischen Kinder und der besonders gefährdeten Lehrperson nicht eingehalten kann.

Tamedia AG/Reto Oeschger

Darum gehts

  • Der Kanton Schaffhausen verschärft die Corona-Massnahmen in Schulen.

  • Für Schüler ab der dritten Klasse von besonders gefährdeten Lehrpersonen gilt eine Maskentragpflicht wie auf der Oberstufe.

  • Ab Stufe Kindergarten ist eine Maske vorgeschrieben, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann und der Unterricht bei einer besonders gefährdeten Lehrperson erfolgt.

Seit diesem Montag und bis voraussichtlich dem 28. Februar hat der Kanton Schaffhausen die Corona-Schutzmassnahmen in den Schulen verschärft: Für Schüler der 3. bis 6. Klassen von besonders gefährdeten Lehrpersonen gilt innerhalb des Klassenzimmers und in allen zusätzlich genutzten Räumen ausnahmsweise eine Maskentragpflicht analog zur Sekundarstufe I.

Zudem gilt für die Schüler der Kindergarten und der 1. und 2. Klassen von besonders gefährdeten Lehrpersonen die Maskentragpflicht. Jedoch nur, wenn bei einzelnen Unterrichtssequenzen der Abstand von 1,5 Metern zwischen Kinder und der besonders gefährdeten Lehrperson nicht eingehalten kann. Mit folgenden weiteren Massnahmen will man die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen:

  • Halbstündliches Stosslüften in den Räumen des Kindergartens und der Primarschule

  • Der Znüni soll im Sitzen eingenommen werden

  • Die Vorgabe, dass Lehrperson und Kinder auf genügend Abstand achten. Dabei sei es die Aufgabe der Lehrperson, die Kinder bei Nichtbeachten immer wieder daran zu erinnern.

  • Den Hygienemassnahmen wie Händewaschen und Desinfektion von Gegenständen im Klassenzimmer und aller zusätzlich genutzten Räume soll ganz besondere Beachtung geschenkt werden.

  • In Klassen von besonders gefährdeten Lehrpersonen gilt auch auf Sekundarstufe I. eine Pflicht zum halbstündlichen Stosslüften.

Laut Ruth Marxer, Leiterin der Schaffhauser Volksschulen, sei der Arbeitsplatz von besonders gefährdeten Lehrpersonen gemäss Verordnung des Bundes so auszugestalten, dass jeder enge Kontakt mit anderen Personen ausgeschlossen ist. Darum seien die bereits getroffenen und lokal umgesetzten Schutzmassnahmen noch ausgebaut worden. «In diesem Zusammenhang wurde ein Elternbrief erstellt, damit die Eltern adäquat über die Massnahmen, sofern sie überhaupt ergriffen werden müssen, informiert sind.»

Die genaue Anzahl der besonders gefährdeten Lehrpersonen sei aktuell nicht bekannt. «Wir sind in der Vorbereitung einer Umfrage, um die genaue Zahl zu eruieren», sagt Marxer. Aktuell gehe man – über alle Klassenstufen hinweg – von ungefähr 50 bis 100 betroffenen Lehrpersonen aus.

Ab nächstem Montag führt auch der Kanton Zürich eine Maskenpflicht für Schüler ab der vierten Klasse ein. Die Maskenpflicht gilt auf dem ganzen Schulareal.

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