Aktualisiert 24.10.2013 06:33

Radioaktiv verseuchtIn Schweizer Läden gibts Fukushima-Fisch

Ein Test zeigt: Zwei in Schweizer Geschäften gekaufte Gelbflossen-Thunfische sind radioaktiv belastet. Eine Gefährdung der Gesundheit bestehe aber nicht, sagt ein Experte.

von
kmo

Fukushima ist weit weg, doch die Folgen der Nuklearkatastrophe von 2011 haben die Schweiz erreicht. Das zeigt ein Test, den Radio 105 durchführen liess.

Die Radioleute kauften im Coop und im Globus je ein Gelbflossen-Thunfisch-Produkt und liessen es vom Kantonalen Laboratorium in Basel untersuchen. Das Resultat: Bei beiden Proben wurde mittels Gammaspektrometrie gesundheitsgefährdendes Caesium 134 und Caesium 137 gemessen. Diese Isotope kommen in der Natur nicht vor, sie entstehen im Zusammenhang mit der Kernspaltung.

Gute Schwimmer

Die Fische stammen aus den Philippinen. Da sie weite Strecken zurücklegen, könnten sie auch in der Nähe des havarierten Kernkraftwerks Fukushima durchgeschwommen sein. Dort gelangt seit Monaten radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer. Laut Markus Zehringer, Leiter Radioaktivität und Raumluft im Kantonalen Laboratorium Basel, ist denn auch anzunehmen, dass die Verstrahlung in Zusammenhang mit der AKW-Katastrophe in Fukushima steht.

300 Tonnen verstrahltes Wasser entwichen

Eine Gefahr für die Gesundheit bestehe aber nicht. «Mit 0,4 Becquerel Caesium 137 pro Kilogramm liegen die Werte weit unter dem Grenzwert von 1250 Becquerel pro Kilogramm», sagte er gegenüber Radio 105. Er werde aber veranlassen, dass im Kantonslabor Basel ab sofort periodisch Stichproben gemacht werden.

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