Protest: In Schweizer Schoggi steckt Kinderarbeit
Aktualisiert

ProtestIn Schweizer Schoggi steckt Kinderarbeit

Rund 6000 Personen haben die Petition «Nie wieder Schweizer Schoggi aus Kinderarbeit» der Erklärung von Bern (EvB) unterzeichnet. Die Hersteller werden darin aufgefordert, die Ausbeutung von Kindern auf Kakaoplantagen zu beenden.

Kakao als wichtigster Rohstoff für Schokolade stammt zu 60 Prozent aus Westafrika. Dabei sei Kinderarbeit auf den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste gängig und werde von den Schokoladeherstellern seit Jahren in Kauf genommen, heisst es in einer Mitteilung der EvB vom Dienstag.

Schweiz hätte die Macht

Die Schweizer Schokoladenkonzerne gehörten zu den grössten der Welt. Sie hätten deshalb nach Ansicht der EvB die Möglichkeit, die ausbeuterische Kinderarbeit zu beenden. Offene Kommunikation, eine faire Preispolitik und ein Verhaltenskodex seien wichtige Instrumente dafür.

Mit der EvB-Petition sei ein «starkes Zeichen» gegen die Kinderarbeit auf Kakaoplantagen gesetzt worden, hält die Entwicklungsorganisation fest. Die Unterzeichner wollten keine Schokolade mehr konsumieren, die unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen hergestellt wird.

Sie verlangten von den Herstellern ihrer Lieblingsschokolade «transparente Informationen zu den Produktionsbedingungen in den Kakao-Ursprungsländern und zum konkreten Engagement für deren Verbesserung».

(sda)

Deine Meinung