Kinostarts August 2022: In «Semret» kämpft eine eritreische Mutter gegen ihr Trauma

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Kinostarts August 2022In «Semret» kämpft eine eritreische Mutter gegen ihr Trauma

Ein Drama von Caterina Mona, Idris Elbas Auszeit in Südafrika kippt in einen Horrortrip – das gibts diese Woche neu im Kino.

von
Alisa Fäh

Der Trailer zu «Semret». 

Cineworx

Darum gehts

  • Wir stellen dir die spannendsten Kinostarts der Woche vor.

  • Ein Schweizer Drama stellt eine Mutter und ihre Tochter ins Zentrum.

  • Idris Elba spielt einen Familienvater, der sich gegen einen Löwen wehren muss.

  • André Schäfer porträtiert Martin Suter.

  • Eine On-off-Beziehung wird auf die Probe gestellt.

«Semret»

Zu Hause wird ein Mix aus Tigrinya und Schweizerdeutsch gesprochen: Die Teenagerin Joe (Hermela Tekleab) lebt mit ihrer Mutter Semret (Lula Mebrahtu) in Zürich.

Semret ist aus Eritrea geflüchtet, um ihrer Tochter in der Schweiz die Möglichkeiten zu bieten, die ihr selbst nicht zur Verfügung standen.

Konfrontation mit der Vergangenheit

Um sich die kleine Wohnung leisten zu können, schlägt Semret sich mit einem Job im Spital durch – sie träumt von einer Ausbildung als Hebamme.

Als Joe ihrer Mutter mehr Fragen zu ihrer Identität und der Vergangenheit in Eritrea stellt, muss Semret sich mit traumatischen Erinnerungen auseinandersetzen: Halt findet sie im Austausch mit Yemane (Tedros Teclebrhan), der auch im Spital arbeitet und aus Eritrea geflüchtet ist.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

Mutter-Tochter-Dynamik

Hinter dem Film steckt die Zürcher Drehbuchautorin und Regisseurin Caterina Mona, «Semret» dreht sich um Themen wie Kriegstraumata, Fluchtgeschichten und sexualisierte Gewalt – auch Menschen, die nichts davon erlebt haben, können sich in der Geschichte wiederfinden. 

In erster Linie stellt der Film nämlich die Beziehung zwischen Mutter und Tochter in den Mittelpunkt: «Die beiden Frauen beginnen die Geschichte fast in Symbiose, dementsprechend ist für Semret der Moment, in dem Joe beginnt, sich von ihrer Mutter distanzieren zu wollen, besonders schmerzhaft», sagt Caterina Mona in einem Pressestatement.

Was schaust du dir im Kino an?

«Beast»

Nach dem Tod seiner Frau zieht es Dr. Nate Daniels (Idris Elba) in das südafrikanische Dorf, wo sie aufgewachsen ist. Gemeinsam mit den beiden Töchtern Meredith (Iyana Halley) und Norah (Leah Jeffries) will er dort den Verlust verarbeiten.

Die Ferien kippen allerdings in einen Horrortrip: Ein Löwe, der von Wilderern aufgehetzt wurde, hat es auf die Familie abgesehen und die drei müssen um ihr Leben kämpfen.

Das Biest

Für Elba ist wichtig, dass der Löwe nicht das Biest ist: «Trauer ist ein Biest. Schmerz ist ein Best. Überleben ist ein Biest», sagt er zu «Complex». «Löwen jagen keine Menschen, es sei denn, der Mensch hat ihren natürlichen Lebensraum gestört, und genau das passiert bei der Wilderei.»

Der Film dauert 93 Minuten, Regisseur Baltasar Kormákur hat einige ausgedehnte One-Shot-Sequenzen eingebaut: «Ich wollte das Gefühl erwecken, dass man mit diesen Menschen feststeckt», erklärt er bei «Variety».

Der Trailer zu «Beast».

Universal

«After Ever Happy»

Im vierten und letzten Teil der «After Passion»-Reihe haben Tessa (Josephine Langford) und Hardin (Hero Fiennes Tiffin) diverse Phasen ihrer On-off-Beziehung überstanden.

Die beiden sind gemeinsam erwachsen geworden, haben sich verändert und immer wieder zueinandergefunden. Als Hardin jedoch ein Familiengeheimnis entdeckt, distanziert er sich von allen, die ihm nahestehen, und stösst auch Tessa weg.

Der Trailer zu «After Ever Happy».

Praesens

«Alles über Martin Suter. Ausser die Wahrheit.»

«Die Fantasie stimmt ja meistens mehr als die Realität», sagt der Autor Martin Suter. Passend dazu pendelt der Film vom deutschen Regisseur André Schäfer zwischen Dok und Fiktion, wir lernen Suters Figuren und ihre Geschichten kennen.

Anhand der Romane erzählt der 74-Jährige, wie er schreibt – und gibt Einblicke in sein Privatleben, wie den Zürcher Wohnblock, in dem er aufgewachsen ist.

Der Trailer zu «Alles über Martin Suter. Ausser die Wahrheit.»

DCM

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