Aktualisiert 01.02.2019 05:12

KrebserregendIn Sexspielzeug stecken Schadstoffe

Nach einem Test warnt die Stiftung Warentest: Sexspielzeuge können krebserregende Schadstoffe enthalten. Ausserdem sind bei digitalisierten Sexspielzeugen die intimen Daten nicht sicher.

von
qll
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Nach einem Test warnt die Stiftung Warentest: Sexspielzeuge können krebserregende Schadstoffe beinhalten. Ausserdem sind bei digitalisierten Sexspielzeugen die intimen Daten nicht sicher.

Nach einem Test warnt die Stiftung Warentest: Sexspielzeuge können krebserregende Schadstoffe beinhalten. Ausserdem sind bei digitalisierten Sexspielzeugen die intimen Daten nicht sicher.

Stiftung Warentest / Ralph Kaiser
Insgesamt wurden 18 Vibratoren, ...

Insgesamt wurden 18 Vibratoren, ...

iStock
... Liebeskugeln ...

... Liebeskugeln ...

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Insgesamt 18 Vibratoren, Liebeskugeln und Penisringe zu Preisen zwischen umgerechnet 8 und 200 Franken hat die Stiftung Warentest auf Schadstoffe untersucht. Darunter: der Womanizer, der Satisfyer und ein Paar­vibrator von We-Vibe. Zwar gibt es keine speziellen Schadstoff-Grenzwerte für Sexspielzeug, doch die Tester haben sich an Vorgaben für andere Produktgruppen orientiert, die beispielsweise für Kinderspielzeug gelten.

Das Test­ergebnis fiel durch­wachsen aus, wie es in einer Mitteilung heisst, aus der die «Welt» zitiert: Die Noten im Schad­stoff-Check reichen von sehr gut bis mangelhaft. In drei Vibratoren konnte das Labor über­haupt keine der untersuchten Schad­stoffe nach­weisen. Auch für acht weitere Produkte gab das Schad­stoff-Labor Entwarnung. Sie schneiden gut, in einem Fall sogar sehr gut ab.

Keine privaten Daten und Bilder produzieren

Fünfmal jedoch vergab die Stiftung Warentest die Note mangelhaft, weil in den Bett­gefährten kritische Stoffe in sehr hohen Mengen gefunden wurden. Unter anderem der kritische Weichmacher Diethylhexyl­phthalat (DEHP), der die Frucht­barkeit beeinträchtigen kann, oder poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK), die im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Eine der grossen Über­raschungen im Test: Unter den Verlierern sind auch zwei teure Vibratoren. In Bezug auf Schad­stoffe ist teuer also nicht unbe­dingt besser.

Die Warentester raten, die Vibratoren und andere Sexspielzeuge vor und nach jedem Gebrauch gründlich zu reinigen. So können sich darauf keine Keime verbreiten.

Weiter warnen die Warentester vor digitalisierten Sexspielzeugen: Manche Vibratoren lassen sich per App fernsteuern, andere haben eine Kamera eingebaut. Zwar konnten keine Sicherheitslücken bei der Datenübertragung festgestellt werden, jedoch können diese auch nicht ausgeschlossen werden. Ein Tipp der Warentester: Keine privaten Daten und Bilder von sich produzieren.

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