Corona-Demo in Solothurn - Demo konnte sich nicht entfalten – 123 Personen weggewiesen

Corona-Demo in SolothurnDemo konnte sich nicht entfalten – 123 Personen weggewiesen

Am Samstag fand in Solothurn eine weitere Demonstration gegen die Corona-Massnahmen des Bundesrats statt. 123 Menschen wurden von der Innenstadt wegwiesen.

von
Reto Heimann
Corona-Demo im Keim erstickt

Polizisten aus Solothurn, dem Aargau, Basel und Bern kontrollieren Demonstranten, die sich in Solothurn zu einer unbewilligten Demonstration gegen die Corona-Massnahmen versammeln wollen. (Video: 20min)

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Samstag, 29.05.2021

Zusammenfassung

Die Lage in Solothurn blieb heute den ganzen Nachmittag über ruhig. Mehrere hundert Polizeibeamte aus verschiedenen Kantonen der Nordwestschweiz stellten offenbar genug Abschreckung dar, dass sich keine grösseren Menschenmengen in der Innenstadt von Solothurn bilden konnten.

Wie Polizeisprecher Bruno Gribi gegenüber 20 Minuten angibt, hatten die Beamten bereits vor der Innenstadt rund 123 Wegweisungen ausgesprochen. Mit der grossen Präsenz wollte man eine Ansammlung, wie sie beispielsweise in Aarau vor einigen Wochen trotz ausbleibender Bewilligung zustande gekommen war, verhindern. Auf den Marktplatz im Zentrum der Solothurner Altstadt schafften es dann nur noch rund 20 Personen. Sie wurden von der Polizei befragt und ebenfalls weggewiesen. Einige müssen nun mit einer Anzeige rechnen. Selbiges trifft laut dem Polizeisprecher auch auf mehrere Personen zu, die die Polizei verdächtigte, Teil einer möglichen Gegendemonstration zu sein. Um wie viele Personen es sich dabei handelte, gab er aber nicht an. Es kam zu keinen Meldungen über Verletzte oder Sachbeschädigungen.

Damit beenden wir unsere Live-Berichterstattung für heute aus Solothurn. Vielen Dank fürs Mitlesen!

Polizei zieht sich zurück

Einige der Beamten der verschiedenen Polizeikorps vor Ort ziehen sich zurück. Die Lage scheint offenbar so ruhig zu sein, dass es nicht mehr alle Einsatzkräfte braucht.

«Die Polizei macht das gut»

Leo äussert sich gegenüber 20 Minuten: «Ich befürworte den Einsatz der Polizei. Sie haben das gut im Griff». Er stehe der Sache neutral gegenüber. «Natürlich wäre es lustiger gewesen, wenn etwas mehr passiert wäre», sagt der jüngere Mann.

Keine Demo bis jetzt

Die hohe Polizeipräsenz in der Stadt Solothurn hat dazu geführt, dass die unbewilligte Corona-Kundgebung gar nicht erst Fahrt aufnehmen konnte.

Einschätzung des 20 Minuten-Reporters

«Nicht alle sind einverstanden mit der Grösse des Polizeiaufgebots. Die Polizei hat sich per Durchsage eben bei der Bevölkerung für das Verständnis bedankt und sich entschuldigt, sollte sie Passanten und Passantinnen am Weitergehen gehindert haben.» Allerdings habe die Polizei auch seit Tagen darauf hingewiesen, am Samstag die Innenstadt zu meiden.

«Das ist nicht verhältnismässig»

«Ich hoffe, man berichtet darüber, wie unverhältnismässig dieser Polizeieinsatz ist», sagt eine Frau zu 20 Minuten. «Es braucht keine Polizisten, wenn ich meine Meinung sagen darf» Ein Mann zieht den Vergleich zu der Cup-Feier der FC-Luzern-Anhänger: «Wo besteht der Unterschied?» Die Frau fügt an: «In dieser Schweiz möchte ich nicht mehr leben.»

Nur noch etwa zehn Personen eingekesselt

Der Kreis der Corona-Demonstrierenden ist zusammengeschrumpft. Der 20 Minuten-Reporter schätzt die Zahl der eingekesselten Massnahmenkritiker noch auf etwa zehn Personen. «Richtig langweilig ist das», sagt ein Schaulustiger.

Demonstration im Keim erstickt

Der 20 Minuten-Reporter vor Ort sagt: «Das Polizeiaufgebot aus Solothurn, dem Aargau, Basel und Bern hat die Corona-Kundgebung im Keim erstickt». Die Personen werden kontrolliert und abgeführt.

Polizei kontrolliert Demonstrierende

Die Polizisten beginnen, die eingekesselten Personen zu kontrollieren. «Halten Sie Ihre Ausweise bereit», erschallt es durch das Megafon.

20min

Rufe

Vereinzelt sind «Liberté, Liberté»-Rufe, wie man sie auch von anderen Corona-Demos kennt zu hören. Dazu skandieren die Corona-Massnahmenkritiker: «Wir stehen auf.» Die Polizei fordert indessen die Leute auf, den Marktplatz zu verlassen: «Halten Sie Abstand.»

Mann kritisiert Polizeieinsatz

Ein Mann, der von sich sagt, dass er nur in Solothurn einkaufen wollte, regt sich darüber auf, dass er von der Polizei weggewiesen worden sei. Er hält das Polizeiaufgebot für unverhältnismässig. Die Polizei hat in der Zwischenzeit die Corona-Demonstranten eingekesselt.

Grüppchen von 50 Personen vor Ort

Der 20 Minuten Reporter berichtet jetzt live vor Ort: «Eigentlich hätte in der Innenstadt von Solothurn heute eine Corona-Demo stattfinden sollen. Die Polizei verhindert das aber mit einem grossen Polizeiaufgebot» Zwar habe sich mittlerweile ein Grüppchen von etwa 50 Personen gebildet, die werden aber weggewiesen.

Polizei beginnt mit Wegweisungen

Polizei marschiert auf

Das Grossaufgebot der Polizei hat sich in Richtung Solothurner Zeitglockenturm bewegt. Es seien Personen anwesend, die man von anderen Corona-Demos kenne. Noch sei aber nicht viel los in Solothurn, sagt der 20 Minuten-Reporter.

Transparent der Gegenbewegung

An einer Hausfassade in der Solothurner Innenstadt ist Widerstand gegen die geplante Corona-Kundgebung der Massnahmenkritiker auszumachen. «Solothurn hält Abstand», steht auf einem Transparent, das wegen des Windes nur schlecht lesbar ist.

20min/Daniel Schnüriger

Bis jetzt alles ruhig

«Bis jetzt ist es sehr ruhig in Solothurn», sagt der 20 Minuten-Reporter. «Beim Pisoniplatz, dem offiziellen Treffpunkt, ist noch niemand.» Es sei die «pure Idylle» in der Innenstadt.

20min/Daniel Schnüriger

Polizeiaufgebot beim Basler Tor

Zum Grossaufgebot der Polizei gehören auch Kastenwägen.

20min/Daniel Schnüriger

20min/Daniel Schnüriger

Solothurn ist abgeriegelt

Der 20 Minuten-Reporter vor Ort berichtet: «Solothurn ist abgeriegelt.» Bilder zeigen, wie die Polizei in der Innenstadt Solothurns präsent ist. Auch führt die Polizei Verkehrskontrollen durch.

Markieren Präsenz: Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei Solothurn

Markieren Präsenz: Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei Solothurn

20min/Daniel Schnüriger