ABC-Labor Teil von WHO-Programm - In Spiez BE werden bald Viren mit Pandemie-Potential gelagert
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ABC-Labor Teil von WHO-ProgrammIn Spiez BE werden bald Viren mit Pandemie-Potential gelagert

Das ABC-Labor in Spiez wird in Zukunft Viren untersuchen, die für die Menschheit gefährlich werden können. Auch Sars-Cov-2-Viren landen unter dem Mikroskop.

von
Christian Holzer
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Sequenzieren und mit anderen Ländern teilen: In Spiez wird zukünftig Genmaterial mit Pandemie- oder Epidemie-Potential untersucht.

Sequenzieren und mit anderen Ländern teilen: In Spiez wird zukünftig Genmaterial mit Pandemie- oder Epidemie-Potential untersucht.

Tamedia/Adrian Moser
Das Labor zählt zu den führenden Institutionen zum Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren.

Das Labor zählt zu den führenden Institutionen zum Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren.

Twitter/SpiezLab
Bundesrat Alain Berset hat das Labor nun für ein entsprechendes Programm der WHO angemeldet. 

Bundesrat Alain Berset hat das Labor nun für ein entsprechendes Programm der WHO angemeldet.

Tamedia/Adrian Moser

Darum gehts

  • Das ABC-Labor in Spiez ist Teil einer WHO-Initiative.

  • Es wird in Zukunft Viren mit Pandemie-Potential untersuchen.

  • Auf diese Weise sollen Medikamente und Impfstoffe schneller zur Verfügung stehen.

Das Labor in Spiez zählt weltweit zu den führenden Institutionen im ABC-Schutz. In Zukunft sollen dort Viren oder andere Krankheitserreger mit Epidemie- oder Pandemie-Potenzial untersucht werden. Wie die «Berner Zeitung» berichtet, hat Bundesrat Alain Berset beschlossen, dass das Labor Teil der «Bio-hub-Initiative» der Weltgesundheitsorganisation WHO wird. Bei Bedarf sollen Viren oder anderes Genmaterial sequenziert und mit dem Segen der WHO mit anderen Ländern geteilt werden. Auch Sars-Cov-2-Viren sollen erforscht werden.

Auf diese Weise sollen mögliche Gefahren frühzeitiger erkannt werden und schneller Tests, Medikamente oder Impfstoffe entwickelt werden können. Das Labor im Berner Oberland ist das erste, welches diese Aufgabe der WHO annimmt, weitere sollen folgen.

«Wir sind stolz auf das Labor»

Um den Auftrag wahrzunehmen, braucht es in Spiez keine Anpassungen: «Wir sind schon jetzt die Bio-Bank der Schweiz», sagt Informationschef Andreas Bucher. Er rechnet jedoch damit, dass zusätzliches Personal eingestellt werden muss. Ab wann das Labor die neuen Aufgaben übernimmt, ist noch unklar.

Gemäss der Gemeindepräsidentin Jolanda Brunner ist das Vertrauen der Bevölkerung in das Labor gross: «Die Leute wissen, was im Labor passiert und wie dort gearbeitet wird.» Das Institut trage auch zum guten Ruf der Gemeinde bei, sorge für zusätzliche Übernachtungen und attraktive Arbeitsplätze: «Wir sind stolz auf das Labor.»

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