Horror in Bayern: In Tüchern eingewickelt – achte Babyleiche entdeckt
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Horror in BayernIn Tüchern eingewickelt – achte Babyleiche entdeckt

In einer Wohnung im deutschen Wallenfels findet die Polizei die Überreste von acht Neugeborenen. Sie sucht nun nach der flüchtigen Hausbewohnerin.

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Vierfacher Totschlag: Die 45-jährige Angeklagte ist zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Ermittler vor ihrem Haus in Wallenfels. (13. November 2015)

Vierfacher Totschlag: Die 45-jährige Angeklagte ist zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Ermittler vor ihrem Haus in Wallenfels. (13. November 2015)

Keystone/Nicolas Armer
Vor dem Haus in Wallenfels erinnern Kerzen und Engel an die toten Kinder. (13. November 2015)

Vor dem Haus in Wallenfels erinnern Kerzen und Engel an die toten Kinder. (13. November 2015)

AFP/Nicolas Armer
Eine Frau zündet eine Kerze an. (13. November 2015)

Eine Frau zündet eine Kerze an. (13. November 2015)

Keystone/Nicolas Armer

Grausiger Fund im deutschen Bundesland Bayern: In einem Anwesen in Wallenfels fand die Polizei am Donnerstagnachmittag die sterblichen Überreste von acht Säuglingen. Laut «Bild»-Zeitung soll eine Untermieterin im Haus die verwesten Babyleichen in einer Kiste entdeckt haben — luftdicht verpackt in Tüten, teilweise eingewickelt in Tüchern.

Nach Polizeiangaben lag die Kiste in einer ehemaligen Sauna, die als Abstellraum genutzt wird. Die Untermieterin verständigte daraufhin die Behörden und einen Notarzt. Die Leichen seien «in einem schlechten Zustand», erklärte eine Polizeisprecherin am Freitag. Rechtsmedizinische Untersuchungen müssten nun ergeben, ob es sich möglicherweise um noch mehr tote Körper handeln könnte. Die Untersuchungen der Rechtsmediziner sollen zudem Aufschluss darüber geben, wie lange die Kinder bereits tot sind, welches Geschlecht sie haben und woran sie gestorben sind.

45-jährige Hausbewohnerin gesucht

In dem Haus wohnte 18 Jahre lang ein Ehepaar mit mehreren Kindern, schreibt «Bild» weiter. Erst kürzlich soll die 45-jährige Mutter Andrea G. nach einem heftigen Streit mit ihrem Mann ausgezogen sein. Die Polizei sucht nun nach ihr. Ob sie als dringend tatverdächtig gilt, wollte die Polizeisprecherin nicht sagen. «Nach ihr wird zumindest gesucht als mögliche Mutter der Kinder.»

Die Untermieterin Diana W. hatte offenbar gehört, wie G. ihrem Mann erzählte, dass sie im Haus Kinderleichen versteckt habe. Daraufhin habe W. die Zimmer durchsucht.

Andrea G. gilt als nett und höflich

In der kleinen Ortschaft mit knapp 3000 Einwohnern kannte man die Frau gut. Andrea G. galt als freundlich und höflich und liebevolle Mutter. Sie soll einen Kiosk betrieben haben, im Sommer war sie als Aushilfskraft im Schwimmbad tätig.

Ein Dorfbewohner erzählt, G. sei häufig schwanger gewesen. Gegenüber den Nachbarn soll sie gesagt haben, dass sie vier Schwangerschaften verloren habe, dies aber nicht weiter schlimm sei, da sie «ja noch andere gesunde Kinder» habe.

Die Resultate der Obduktion sollen bis Anfang nächster Woche bereit liegen. Die Staatsanwaltschaft Coburg hat für Freitagnachmittag weitere Informationen angekündigt.

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