Ebola-Ausbruch: Uganda hofft auf drei potenzielle Ebola-Impfstoffe

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Ebola-AusbruchUganda hofft auf drei potenzielle Ebola-Impfstoffe

Knapp zwei Monate nach dem Ausbruch von Ebola in Uganda plant die WHO dort nun erste Tests mit neuen Impfstoffen. Die ersten Dosen sollen kommende Woche ausgeliefert werden. Bislang gibt es kein Vakzin, das gegen die in Uganda grassierende Ebola-Variante wirkt.

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Mitte September 2022 meldete Uganda den ersten Ebola-Fall des aktuellen Ausbruchs. 

Mitte September 2022 meldete Uganda den ersten Ebola-Fall des aktuellen Ausbruchs. 

REUTERS
Mitte Oktober wusste das ugandische Gesundheitsministerium von 19 Toten. (Im Bild: Mitarbeitende des Roten Kreuzes transportieren eine vermutlich am Ebolavirus verstorbene Person ab, Mubende, Oktober 2022.)

Mitte Oktober wusste das ugandische Gesundheitsministerium von 19 Toten. (Im Bild: Mitarbeitende des Roten Kreuzes transportieren eine vermutlich am Ebolavirus verstorbene Person ab, Mubende, Oktober 2022.)

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Mitte November weiss die WHO von 141 bestätigten und 22 wahrscheinlichen Ebola-Krankheitsfällen sowie von 55 bestätigten und 22 wahrscheinlichen Todesfällen.

Mitte November weiss die WHO von 141 bestätigten und 22 wahrscheinlichen Ebola-Krankheitsfällen sowie von 55 bestätigten und 22 wahrscheinlichen Todesfällen.

AFP

Darum gehts

Nach dem Ausbruch einer Ebola-Epidemie in Uganda sollen in dem ostafrikanischen Land Tests mit drei Impfstoff-Kandidaten beginnen. «Wir gehen davon aus, dass die ersten Impfstoffdosen nächste Woche nach Uganda geliefert werden», sagte der Leiter der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Rande des G-20-Gipfels in Indonesien am Mittwoch.

Ein WHO-Ausschuss aus externen Experten habe empfohlen, alle drei Impfstoff-Kandidaten in die Studie aufzunehmen. Entwickelt wurden die Impfstoff-Kandidaten von der Universität Oxford und dem Jenner Institute in Grossbritannien, vom Sabin Vaccine Institute in den USA sowie von der Internationalen Aids-Impfstoff-Initiative (IAVI).

Sudan-Ebolavirus für Ausbruch verantwortlich

Uganda hatte den Ebola-Ausbruch am 20. September gemeldet. Seitdem sind die Infektionszahlen landesweit gestiegen. Laut WHO wurden bislang 141 bestätigte und 22 wahrscheinliche Ebola-Krankheitsfälle sowie 55 bestätigte und 22 wahrscheinliche Todesfälle gemeldet – trotz zwischenzeitlicher Abriegelung von Hotspot-Gebieten. Eine weitere Ausbreitung des Virus versuchte man bisher, mithilfe von Aufklärung und Testmedikamenten (siehe Box) zu verhindern: 

Erste Testmedikamente im Einsatz

Verantwortlich für den Ausbruch in Uganda ist die Sudan-Variante des Virus, für die es derzeit noch keinen Impfstoff gibt. Gegen die häufiger auftretende Zaire-Variante war nach einem massiven Ausbruch in Westafrika 2013 ein Impfstoff entwickelt worden. Uganda war in der Vergangenheit mehrfach von Ebola-Ausbrüchen betroffen. Im Jahr 2000 starben bei einem Ausbruch im Norden des Landes 200 Menschen.

Ebola ist ein hämorrhagisches Fieber, das erstmals 1976 in Zentralafrika festgestellt worden war. Die Übertragung des Virus auf den Menschen erfolgt über Körperflüssigkeiten. Die wichtigsten Symptome sind Fieber, Erbrechen, Blutungen und Durchfall. Ebola-Erkrankungen verlaufen häufig tödlich. 

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