05.11.2020 11:32

Kinostarts November 2020In «Wildland» stellt sich eine Tante als Mafia-Bossin heraus

Der dänische Thriller dreht sich um Gewalt und Liebe, ein Dokumentarfilm zeigt, wie Zürich tickt – und weitere Filme, die neu im Kino laufen.

von
Alisa Fäh

Der Trailer zu «Wildland (Kød & Blod)».

First Hand

Darum gehts

  • Wir stellen dir jede Woche die besten neuen Kinostarts vor.

  • Ein dänischer Thriller zeigt einen kriminellen Familien-Clan aus weiblicher Perspektive.

  • «Zwingli»-Regisseur Stefan Haupt veröffentlicht einen Dokumentarfilm über Zürich und was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt.

  • Der Kinderbuch-Bestseller um das Fantasiewesen Grüffelo kommt animiert ins Kino.

  • Literaturexpertinnen und -experten besprechen Hermann Hesse und sein Werk.

«Wildland (Kød & Blod)»

Nachdem sie ihre Mutter bei einem Autounfall verloren hat, kommt die 17-jährige Ida (Sandra Guldberg Kampp) bei ihrer Tante Bodil (Sidse Babett Knudsen) und deren drei Söhnen David (Elliott Crosset Hove), Jonas (Joachim Fjelstrup) und Mads (Besir Zeciri) unter.

Ida kennt die vier so gut wie gar nicht und ist von ihrem starken Zusammenhalt beeindruckt – besonders faszinieren Ida ihre Cousins, die vor Selbstbewusstsein strotzen.

Was die Familie vertuscht

Sie begleitet die drei Männer bei ihren Machenschaften als Krediteintreiber, aber auch, wenn sie in Clubs feiern gehen – bis sie merkt, dass die Familie in kriminelle Geschäfte verwickelt ist und Bodil das Ganze als Matriarchin führt.


Bald plagt Ida ein schlechtes Gewissen, sie ist mit den kriminellen Machenschaften nicht einverstanden, ist aber auch dankbar, dass Bodil sie aufgenommen hat und sie sich in ihrem neuen Zuhause eigentlich sicher fühlt. Als der Clan mit der Polizei in Konflikt gerät, muss Ida sich entscheiden, wie weit sie für ihre neue Familie geht.

Liebe und Gewalt

Mit dem Thriller will die Regisseurin Janette Nordahl den Fokus auf die Darstellung von Gewalt richten.

«Was ist sie, und wie kann sie sich manifestieren? In unserer Geschichte koexistieren Liebe und Gewalt; sie ist am Frühstückstisch, in jedem Lächeln, in jedem Gespräch und in jeder Zärtlichkeit präsent», erklärt sie in einem Pressestatement.

«Zürcher Tagebuch»

«Was verändert sich da eben, und wie lässt sich das einfangen?», so die Ausgangsfrage von «Zwingli»-Regisseur Stefan Haupt. Für sein neustes Projekt nimmt er sein Zuhause unter die Lupe: Er wurde in Zürich geboren und widmet der Stadt nun einen Dokumentarfilm.

In hundert Minuten fühlt er Zürich den Puls und befragt die Bewohnerinnen und Bewohner: Haupt zieht durch die unterschiedlichen Kreise, spricht mit verschiedenen Generationen, bezieht seine Kinder und Eltern mit ein, lässt ausserdem unter anderem Nationalrätin Jacqueline Badran und einen afghanischen Geflüchteten zu Wort kommen.

Zürich als Dorf

Die Doku zeigt, wie Menschen, die in Zürich leben, über den Klimawandel, Bodenbesitz, den Umgang mit Geflüchteten und das Auftauchen von Corona reflektieren, und sie blicken zurück auf Ereignisse wie den Frauenstreik oder die Klimademos.

«Zürich ist ein Dorf, lachen wir häufig. Das stimmt nicht. Und es stimmt doch», so Haupt im Film.

Der Trailer zu «Zürcher Tagebuch».

Xenix

«Der Grüffelo und andere Monstergeschichten»

Im Kinderbuch-Bestseller von Axel Scheffler und Julia Donaldson steht ein Grüffelo im Zentrum, nun kommt die Geschichte animiert ins Kino. Worum es sich bei dem schrulligen Wesen handelt, ist nicht ganz klar – es hat krumme Ohren, scharfe Krallen und einen Kiefer aus Stahl.

Im Film trifft der Grüffelo auf eine Maus und die Hexe Rita, ausserdem gibt es weitere Freunde und das Grüffelokind zu sehen.

Der Trailer zu «Der Grüffelo und andere Monstergeschichten».

Outside the Box

«Hermann Hesse. Brennender Sommer»

1919 packt der Schriftsteller Hermann Hesse nach der Erschütterung des Kalten Krieges seine Koffer und fährt von Deutschland ins Tessin. Dort schreibt er «Klingsors letzter Sommer», eine Erzählung über einen todkranken Maler.

Hundert Jahre später liest Peter Simonischek die Geschichte einer Gruppe von Literaturexpertinnen und -experten vor, die Hesse in einer Mischung aus Diskussionsrunde und Musik beleuchten.

Der Trailer zu «Hermann Hesse. Brennender Sommer»

Hook Film

WOCHE 44

Schweizer Kino-Top-5

Juliette Binoche als Protagonistin Paulette in «La bonne épouse».

Juliette Binoche als Protagonistin Paulette in «La bonne épouse».

Filmcoopi

1. «La bonne épouse»

2. «Dark Waters»

3. «No Escape»

4. «Tenet»

5. «The Witches»

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