Aktualisiert 16.10.2017 17:42

Windkanal für Skydiver

In Winterthur wird der Traum vom Fliegen wahr

Drei Fallschirmspringer aus der Region Winterthur erfüllen sich einen Traum und bauen einen 17 Meter hohen Turm für Indoor-Skydiver. Ende 2018 soll der Windkanal eröffnet werden.

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wed/sda
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Fliegen leicht gemacht: Ende 2018 soll in Winterthur der erste Indoor-Skydiving-Windkanal der Deutschschweiz eröffnet werden.

Fliegen leicht gemacht: Ende 2018 soll in Winterthur der erste Indoor-Skydiving-Windkanal der Deutschschweiz eröffnet werden.

Am Montag, 16. Oktober 2017, fand der Spatenstich für das Projekt mit dem Namen Windwerk statt.

Am Montag, 16. Oktober 2017, fand der Spatenstich für das Projekt mit dem Namen Windwerk statt.

Peter Elser
Und so soll der 17 Meter hohe Turm an der Ohrbühlstrasse in Winterthur dann aussehen.

Und so soll der 17 Meter hohe Turm an der Ohrbühlstrasse in Winterthur dann aussehen.

Fallschirmspringen in Bodennähe: In einem 17 Meter hohen Turm, in dem die Luft mit bis zu 280 km/h zirkuliert, soll sich in Winterthur-Hegi schon bald der Traum vom Fliegen verwirklichen lassen können. Am Montag ist der Spatenstich für das Projekt mit dem Namen «Windwerk» erfolgt.

«Mit dem Windwerk erhält die Deutschschweiz ihren ersten Indoor-Skydiving-Windkanal», sagt Andri Steinmann, der das Projekt zusammen mit Tobias Oertle und Reto Welti aufgegleist hat. Alle drei stammen aus der Region und sind selber Fallschirmspringer sowie Indoor-Skydiver. «Wir haben nun zwei Jahre intensive Planung hinter uns und können es kaum erwarten, dass es nun mit dem Bau losgeht», so Steinmann. Ende 2018 soll der Turm mit einem Durchmesser von über vier Metern in Betrieb gehen. Zwischen 15 und 20 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden.

Verglasung für Zuschauer

«Wir wollen einen Treffpunkt für Familien, Erstflieger und Firmenkunden sowie für erfahrene Indoor-Skydiver und Fallschirmspringer schaffen – egal, ob drei oder 99 Jahre alt», sagt Steinmann. Der Einstiegspreis für zwei Flüge werde 89 Franken betragen. Und so wird das rund zweistündige Erlebnis funktionieren: «Zuerst gibt es ein Briefing, in dem man die Handzeichen für die Kommunikation lernt und erfährt, wie man richtig liegt und was man mit den Armen und Beinen machen muss», sagt Steinmann.

Anschliessend wird man mit Anzug, Brille und Helm ausgerüstet, und dann geht es mit dem Instruktor in den Kanal. «Der eigentliche Flug dauert dann zweimal eine Minute wenige Meter über dem Boden. Anschliessend gibt es ein Debriefing, wo Fotos und Videos der Flüge angeschaut werden», sagt Steinmann. «Ich freue mich jetzt schon auf das strahlende Lächeln in den Gesichtern, wenn die Kunden aus dem Kanal kommen.»

«Bereicherung für die Stadt Winterthur»

Zudem werde es auch eine Bar und eine Lounge geben, wo man das akrobatische Treiben beobachten könne: «Dafür verglasen wir den runden Windkanal auf einer Höhe von fünf Metern.»

Nach dem grossen Skills Park, der seit Ende 2016 für grosse Freude bei den Skatern sorgt, wird das Windwerk bereits die zweite grosse Freizeitanlage in Winterthur. Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) ist begeistert: «Das Windwerk ist eine grosse Bereicherung und passt perfekt zu unserer Stadt – innovativ, technisch anspruchsvoll und modern.»

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