31.01.2019 15:20

Schweizer Bildungsniveau

In zehn Jahren hat jeder Zweite studiert

Die Schweiz entwickelt sich zu einem Land der Hochgebildeten: Ab 2030 soll rund jeder Zweite eine Hochschule oder eine höhere Berufsbildung absolviert haben.

von
rab
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Ab 2030 soll rund jeder Zweite eine Hochschule oder eine höhere Berufsbildung absolviert haben.

Ab 2030 soll rund jeder Zweite eine Hochschule oder eine höhere Berufsbildung absolviert haben.

Keystone/Christian Beutler
Der Anteil Personen, die höchstens über eine Berufslehre oder eine gymnasiale Maturität verfügen, soll in den nächsten 20 Jahren von 45 auf 40 Prozent sinken.

Der Anteil Personen, die höchstens über eine Berufslehre oder eine gymnasiale Maturität verfügen, soll in den nächsten 20 Jahren von 45 auf 40 Prozent sinken.

Keystone/Gaetan Bally
Nach der Berufslehre soll immer häufiger eine Tertiärausbildung abgeschlossen werden.

Nach der Berufslehre soll immer häufiger eine Tertiärausbildung abgeschlossen werden.

Keystone/Christian Beutler

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht zu den Folgen der demografischen Entwicklung im Schweizer Bildungsbereich prognostizierte der Bundesrat, dass der Anteil Personen, die höchstens über eine Berufslehre oder eine gymnasiale Maturität verfügen, in den nächsten 20 Jahren von 45 auf 40 Prozent sinken wird. Nach der Berufslehre soll immer häufiger eine Tertiärausbildung abgeschlossen werden.

Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, sollen bereits nächstes Jahr mehr Personen über einen Tertiärabschluss verfügen als über einen Abschluss der Sekundarstufe II. Ab 2030 wird gar rund jeder zweite 25- bis 64-Jährige eine Hochschule oder eine höhere Berufsbildung absolviert haben. Zum Vergleich: 2017 waren es noch 43 Prozent gewesen. Der Anteil jener Personen, die nach der obligatorischen Schule keine weiterführende Ausbildung machen, soll bei rund 11 Prozent stabil bleiben.

Offene Stellen nur zu zwei Dritteln mit inländischen Arbeitskräften gedeckt

Das generelle Bildungsniveau der Schweiz steigt gemäss diesen Zahlen während der nächsten 20 Jahre stetig an – und entspricht somit, wie der Bundesrat in seinem Bericht schreibt, der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Personen mit einer Hochschulbildung seien bereits jetzt sehr gefragt: Offene Stellen könnten derzeit nur zu zwei Dritteln mit inländischen Arbeitskräften gedeckt werden, zu einem Drittel sei die Wirtschaft auf hoch qualifizierte Zuwanderer angewiesen.

Wie die Zeitung weiter schreibt, betont der Bundesrat denn auch, dass das «künftige Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage» entscheidend davon abhängt, wie sich die Migration entwickelt.

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