Glattpark-Quartier: In zehn Minuten in Zürich, in zwei am See
Aktualisiert

Glattpark-QuartierIn zehn Minuten in Zürich, in zwei am See

Bereits jetzt wohnen 2500 Menschen im Glattpark-Quartier. In wenigen Jahren sollen es 7000 sein. Leser Philip Wong ist der grösste Fan des neuen Stadtteils.

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hüt
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2011 ist Leser Philip Wong von Esslingen im Zürcher Oberland in den Glattpark Opfikon gezogen und findet: «Hier hat man alles, was das Herz begehrt.»

2011 ist Leser Philip Wong von Esslingen im Zürcher Oberland in den Glattpark Opfikon gezogen und findet: «Hier hat man alles, was das Herz begehrt.»

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Zeitweise war hier die grösse Baustelle der Schweiz mit mehr als 30 Baukränen. In wenigen Jahren sollen die Arbeiten fertiggestellt sein und der Glattpark 7000 Menschen ein Zuhause bieten.

Zeitweise war hier die grösse Baustelle der Schweiz mit mehr als 30 Baukränen. In wenigen Jahren sollen die Arbeiten fertiggestellt sein und der Glattpark 7000 Menschen ein Zuhause bieten.

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«Als Aviatikfan mag ich es, den Flugzeugen beim Starten und Landen zuzusehen», erzählt Wong. «Den Lärm kann ich mittlerweile völlig ausblenden. Und in der Wohnung hört man sowieso nichts.»

«Als Aviatikfan mag ich es, den Flugzeugen beim Starten und Landen zuzusehen», erzählt Wong. «Den Lärm kann ich mittlerweile völlig ausblenden. Und in der Wohnung hört man sowieso nichts.»

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Zwischen der Stadt und dem Flughafen Zürich entsteht seit 2001 ein neuer Stadtteil. Der Glattpark in Opfikon (früher Oberhauserriet) umfasst eine Fläche von rund 67,4 Hektaren und soll Raum für 7000 Einwohner und ebenso viele Arbeitsplätze bieten. Im Rahmen der Serie «Mein Quartier» erzählt Leser Philip Wong vom Leben inmitten des Mega-Bauprojekts.

Herr Wong, Sie haben sich auf den Leser-Aufruf gemeldet, um Ihr Quartier zu zeigen. Wieso?

Die Medienberichterstattung über die Glattpark-Siedlung empfinde ich oft als negativ. Man spricht nur über die Baustelle, den Lärm und die Verdichtung. Ich will daher mal die schönen Seiten zeigen.

Wann und wieso sind Sie hierher gezogen?

Ich habe meinen besten Freund besucht, der im Glattpark wohnt, und mich gleich in die Wohnungen verliebt. Sie sind topmodern und sehr grosszügig. 2011 bin ich dann hergezogen. Die Lage könnte nicht besser sein: In zehn Minuten ist man sowohl in Zürich als auch am Flughafen. Aber das Beste ist: Man muss eigentlich gar nicht weg, weil man hier alles hat.

Eine eigene Stadt quasi?

Ja, es gibt mittlerweile einen Migros, Coop und diverse Läden. Das grösste Plus ist aber der Opfikerpark und der See. Ich kann am Feierabend nur kurz nach Hause, die Badehose anziehen, und zwei Minuten später bin ich im Wasser. An welcher Wohnlage ginge das sonst, ohne dass man ein Vermögen dafür bezahlt? Die Freizeitmöglichkeiten sind vielfältig: Es hat unter anderem ein Beachvolleyballfeld, Ping-Pong-Tische, Grillstellen, einen Basketball- und Fussballplatz.

Wird dieses Angebot auch genutzt?

An den Abenden und Wochenenden sind alle am See. Und auch die Grillplätze sind heiss begehrt, manche gehen schon morgens hin, um sich die Stellen zu sichern. Die indischen Bewohner spielen Cricket auf der Wiese und feiern Familienfeste. Ich finde das grossartig! Parklotsen halten unseren Park schön in Ordnung und sauber.

Wie viel kosten die Wohnungen im Glattpark-Areal?

Ich würde sagen, eine 3-Zimmer-Wohnung kostet durchschnittlich 2300 Franken pro Monat, eine 4-Zimmer-Wohnung etwa 2800. Aber die Preise variieren je nach Lage innerhalb des Glattparks. Die Wohnungen nahe bei der Autobahn A1 und der Flugschneise sind günstiger.

Wer wohnt hier?

Die Bewohnerschaft ist sehr international. Ein Grossteil sind WGs, zudem leben viele junge Paare hier. Wer hier wohnt, muss das Stadtleben lieben und mit dem Fluglärm klarkommen. Mit geschlossenen Fenstern hört man allerdings keinen Mucks.

Kennt man sich unter den Bewohnern?

Hierbei leistet unser Quartierverein grossartige Arbeit und organisiert regelmässig Anlässe. Viele Nachbarn habe ich zum Beispiel beim Festival «Jazz am See» oder an der 1.-August-Feier kennengelernt. Dadurch, dass man nicht in ein bestehendes Quartier zieht, sondern wir alle neu hier sind, sind die Leute auf der Suche nach Kontakten und geben sich besonders Mühe, dass das Zusammenleben funktioniert.

Name: Philip Wong

Quartier: Glattpark Opfikon

Alter: 32

Beruf: Informatiker

Mein Quartier in drei Worten: genial, vielfältig, modern

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