Aktualisiert 28.07.2016 09:59

Hype um SpielIn Zürich sind jetzt Poké-Rikschas unterwegs

«Pokémon Go»-Spieler, die nicht zu Fuss auf Monsterjagd wollen, haben in Zürich nun eine Alternative: Ein Rikscha-Service transportiert sie zu den besten Plätzen.

von
ced

Video: Alice Grosjean

Erkennungsmerkmal ist das Pikachu-Plüschtier, das über dem Rücksitz hängt: So kurven seit kurzem Rikschas durch Zürich. Sie bieten nicht nur Sightseeing für Touristen, sondern auch Rundfahrten für «Pokémon Go»-Spieler an (siehe Video).

Eine Fahrt dauert 30 Minuten und kostet 19 Franken für eine Einzelperson, zu zweit noch 30. Die Beschreibung mag für Laien wie Latein klingen: «Auf der Route liegen rund 50 Pokéstopps und 3 bis 5 Arenen. Erspielt werden können 10'000 bis 15'000 Experience Points.»

Voller Akku, seltene Pokémons

Verantwortlich für die Idee ist Student Thomas Schibli: Er spielt selbst «Pokémon Go» und arbeitet nebenberuflich im Team von «Bike Butler» Beat Menzi. «Um neben normalen Taxifahrten eine hohe Auslastung zu erreichen und die Rikschas jungen Kunden schmackhaft zu machen, eignen sich Pokémon-Fahrten optimal», sagt Schibli. Zudem bringe die Rikscha-Tour den Spielern diverse Vorteile.

So verhindern zum Beispiel Akkuladegeräte des Zürcher Start-ups Battere, dass dem Smartphone der Saft ausgeht. «Zudem führt ein Grossteil der Route am Zürichsee oder der Limmat entlang, wo sich seltene Wasserpokémons tummeln», so Schibli. Auch zum Ausbrüten von Eiern – meist muss dafür eine Strecke von zwei oder fünf Kilometern zurückgelegt werden – eigne sich die Strecke perfekt.

Spezialwünsche erlaubt

Momentan führt sie von der Bahnhofstrasse via Bürkliplatz zum Bellevue. Beim Sechseläutenplatz wird gewendet, dann geht es am rechten Limmatufer entlang bis zur Münsterbrücke, wo die Rikschas den Fluss überqueren und zurück zur Bahnhofstrasse fahren.

Habe ein Spieler jedoch einen Spezialwunsch, könne die Route leicht abgeändert werden. «Wir halten zum Beispiel auch an, wenn ein Spieler gerade mehrere Pokémon fangen will und uns dies mitteilt», sagt Schibli. Bisherige Rückmeldungen von Kunden seien positiv.

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