Happy End: Inder suchte 25 Jahre lang sein Zuhause
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Happy EndInder suchte 25 Jahre lang sein Zuhause

Saroo Brierley steigt als 4-Jähriger in einen falschen Zug ein. Erst 25 Jahre später findet er sein Zuhause wieder - dank Google Earth.

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Die Geschichte von Saroo Brierley aus Indien liest sich wie ein Märchen. Der heute 32-jährige Mann hat im Sommer 2012 seine Mutter wieder getroffen, nachdem er 25 Jahre lang sein Zuhause nicht mehr gefunden hatte. Brierley hat nun ein Buch veröffentlicht, in dem er sein eindrückliches Abenteuer erzählt.

In «A Long Way Home» («Mein langer Weg nach Hause») erzählt Brierley von seiner Kindheit in einem kleinen Dorf in Indien. Er sei das jüngste von vier Geschwistern gewesen. Seine Mutter habe die Kinder allein grossgezogen. Oftmals seien sie hungrig gewesen, schreibt Brierley in seinen Memoiren. Auf der Suche nach Nahrung seien die Kinder immer wieder zum Bahnhof gelaufen und in Züge gestiegen, um ihr Glück in einem grösseren Dorf zu versuchen.

Der Zug, der Saroo von seiner Familie trennte

Eines Tages sei er mit seinem älteren Bruder die Geleise entlang gelaufen. Im nächsten Dorf sei er erschöpft auf einer Bank im Bahnhof eingeschlafen. Saroo Brierley war damals vier Jahre alt, er konnte nicht lesen und wusste nicht einmal, wie der Ort hiess, in dem er wohnte.

Als er aufwachte, war sein Bruder weg. Verzweifelt stieg er in den ersten Zug, der anhielt. «Es war ein Impuls», schreibt Brierley, «aber dieser Impuls änderte mein Schicksal für immer.» Der Zug brachte ihn nach Kalkutta, 1500 Kilometer von seinem Zuhause entfernt.

Brierley musste in der Grossstadt überleben lernen, in der die Menschen eine fremde Sprache sprachen. Fünf Monate lang irrte das Kind durch die Strassen, bis es von der Polizei aufgegriffen und zunächst in eine Jugendanstalt gesteckt wurde. Den Behörden konnte er nicht erklären, wo er wohnte. Irgendwann gaben sie auf und steckten den Jungen in ein Kinderheim.

Mit Google Earth ganz Indien überflogen

Eine Familie aus Australien adoptierte ihn. Er erhielt den Nachnamen Brierley und wuchs in Hobart, der Haupstadt Tasmaniens, auf. Saroo studierte Wirtschaft an der Uni und vergass bald seine Muttersprache Hindi. Doch die Bilder aus seiner Kindheit wurde er nicht los.

Mit Hilfe von Google Earth begann Brierley - schon erwachsen - den Ort zu suchen, in dem er aufgewachsen war. Er hatte nur wenige Anhaltspunkte: einen Wasserbrunnen gleich rechts neben einem Bahnhof mit drei Plattformen. Geduldig überflog er ein Dorf nach dem anderen im Internet - bis er eines Tages seine Heimat gefunden hatte.

Saroo Brierley reiste nach Khandwa in der Region Madhya Pradesh. Das Haus, in dem er gelebt hatte, stand leer. Er fragte einige Nachbarn, ob jemand seine Mutter kannte. Ein Mann führte ihn zu einer älteren Frau. Und plötzlich standen sich Mutter und Sohn gegenüber - zum ersten Mal nach 25 Jahren.

Das Buch von Saroo Brierley ist ab Dienstag in der englischen Verion «A Long Way Home» erhältlich. Die deutsche Version «Mein langer Weg nach Hause» soll erst im Oktober veröffentlicht werden. Die Filmproduzenten von «Slumdog Millionaire» zeigten bereits Interesse an der Geschichte.

Das Buch von Saroo Brierley ist ab Dienstag in der englischen Verion «A Long Way Home» erhältlich. Die deutsche Version «Mein langer Weg nach Hause» soll erst im Oktober veröffentlicht werden. Die Filmproduzenten von «Slumdog Millionaire» zeigten bereits Interesse an der Geschichte.

Das Buch von Saroo Brierley ist ab Dienstag in der englischen Verion «A Long Way Home» erhältlich. Die deutsche Version «Mein langer Weg nach Hause» soll erst im Oktober veröffentlicht werden. Die Filmproduzenten von «Slumdog Millionaire» zeigten bereits Interesse an der Geschichte.

Das Buch von Saroo Brierley ist ab Dienstag in der englischen Verion «A Long Way Home» erhältlich. Die deutsche Version «Mein langer Weg nach Hause» soll erst im Oktober veröffentlicht werden. Die Filmproduzenten von «Slumdog Millionaire» zeigten bereits Interesse an der Geschichte.

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