Inder vermieten ihre Ehefrauen
Aktualisiert

Inder vermieten ihre Ehefrauen

Der Frauenmangel im indischen Unionsstaat Gujarat hat ein Geschäft mit so genannten Leihfrauen hervorgebracht.

Einige Ehemänner bieten ihre Frauen anderen Männern zum Führen des Haushalts und zur Gesellschaft an, berichtete gestern die «Times of India» unter Berufung auf Polizeikreise. Sex gehöre zum Paket dazu. Die Zeitung führte das Beispiel eines Landarbeiters an, der seine Frau für umgerechnet rund 210 Franken pro Monat einem reichen Landbesitzer überlasse. Das normale Einkommen aus der Landarbeit beträgt rund 30 Franken pro Monat.

In Teilen Indiens nimmt der Mangel an Frauen spürbar zu. Ein Grund dafür sind Abtreibungen von Mädchen, weil sie als stärkere Belastung der Familie angesehen werden. Landesweit kamen 2001 nach offiziellen Statistiken auf 1000 Jungen nur 927 Mädchen, in Gujarat waren es 828. In Teilen des Unionsstaates stehen Schätzungen der Behörden zufolge nur etwa 700 Mädchen jeweils 1000 Jungen gegenüber.

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