Basel: Inderin in Basel getötet - Bub schlägt Alarm
Aktualisiert

BaselInderin in Basel getötet - Bub schlägt Alarm

In Basel ist eine Frau tot aufgefunden worden. Polizei und Sanität fanden die 40-jährige Inderin mit Stichwunden in ihrer Wohnung. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt geht von einem Tötungsdelikt aus. Es wird in alle Richtungen ermittelt.

Alarm geschlagen hatte der 10-jährige Sohn der Frau: Gegen 5.30 Uhr am Samstag rief er bei der Polizei an und sagte, dass mit seiner Mutter etwas nicht in Ordnung sei und sie blute. Die kurz darauf in der Wohnung der beiden eingetroffenen Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod der Frau feststellen, teilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt mit.

Das Opfer weise Stich- und Schnittverletzungen auf, sagte Polizeisprecher Markus Melzl auf Anfrage. Eine Selbsttötung schloss er aus.

Familienverhältnisse noch unklar

Ob es sich um ein Beziehungsdelikt handelte, konnte Melzl noch nicht sagen. Die Frau habe mit ihrem Sohn allein in der Wohnung gelebt, die genauen Familienverhältnisse seien aber noch nicht geklärt. Die Ermittlungen gingen in alle Richtungen. Einen konkreten Tatverdächtigen gebe es zunächst nicht. Von der Tatwaffe fehlte vorerst jede Spur.

Der Sohn, der mit seiner Mutter die Wohnung alleine bewohnte, wurde vom Sozialdienst der Polizei betreut und am späten Vormittag von der Jugendanwaltschaft befragt. Dazu wurde auch ein Notfallpsychiater aufgeboten. Über die Platzierung des Kindes hatten die Betreuer am frühen Nachmittag noch keinen Entscheid gefällt. Klar war nur, dass der Knabe nicht zum von Mutter und Kind getrennt lebenden Vater kommen würde. Neben dem Zehnjährigen wurden auch zahlreiche Personen aus dem Umfeld des Opfers sowie Nachbarn befragt. Der Vater des Jungen konnte zunächst noch nicht befragt werden.

Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats und die Abklärungen der kriminaltechnischen Abteilung seien unverzüglich aufgenommen worden, heisst es. Der Knabe werde vom Sozialdienst der Polizei betreut. Der Kreuzungsbereich Zürcherstrasse/Froburgstrasse wurde von der Polizei abgesperrt und war zunächst für jeglichen Durchgangsverkehr gesperrt.

Erst Anfang Woche war in Zürich-Oerlikon eine 41-jährige Frau aus Bangladesh auf offener Strasse erschossen worden. Die Mutter zweier Kinder starb noch am Tatort. Die Polizei nahm drei Männer fest, darunter den Ehemann.

(sda/dapd)

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