Börse am 3. Mai 2010: Index-Riesen lasten auf dem SMI

Aktualisiert

Börse am 3. Mai 2010Index-Riesen lasten auf dem SMI

Der Leitindex SMI der Schweizer Börse steht weiterhin unter Abgabedruck. Verkauft wurden am Montag vor allem die Index-Schwergewichte.

Die Schweizer Börse ist uneinheitlich in die neue Woche gestartet. Während der SLI am Montag etwas fester schloss, hat der Leitindex SMI die seit Mitte April anhaltende rückläufige Tendenz fortgesetzt. Dabei fielen insbesondere die Abgaben auf den Index-Riesen Roche, Novartis und Nestlé ins Gewicht.

Die Verunsicherung um Griechenland und um weitere hoch verschuldete Staaten der Eurozone sei weiterhin spürbar gewesen, hiess es. Allerdings hätten sich die Griechenland-Sorgen in der zweiten Handelshälfte etwas gelegt. Unterstützung erhielten die internationalen Börsen von überraschend gut ausgefallenen US- Konjunkturdaten.

Bis Börsenschluss gab der Blue-Chips-Barometer SMI um 0,14% auf 6607,71 (Tiefstand: 6574) Punkte nach. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legte um 0,17% auf 1020,51 zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor 0,28% auf 5830,74 Punkte.

Dass der SMI sich nicht in die Gewinnzone vorarbeiten konnte, war den defensiven Schwergewichten Roche (-1,8%), Novartis (-0,5%) und Nestlé (-0,4%) zuzuschreiben. Bei ZFS (-0,7%) und Swiss Re (-0,7%) ging derweil die Sorge um, dass die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko die Versicherungsbranche teuer zu stehen kommen könnte.

Auslöser der Ölpest waren die Explosion und der Untergang der Bohrinsel «Deepwater Horizon», die BP von der Firma Transocean geleast hatte. BP hatte angekündigt, die volle Verantwortung für den Vorfall zu übernehmen. Die Aktien von Transocean, die seit dem 20. April an der Schweizer Börse kotiert und ein Kandidat für den SMI sind, brachen am Montag im breiten Markt um 6,0% auf 74,70 Fr. ein. Beim Börsendebüt wurde der erste Kurs noch bei 95,20 Fr. gestellt. (sda)

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