Indian Wells: Federer weiter - Wawrinka out

Aktualisiert

Indian Wells: Federer weiter - Wawrinka out

Im Masters-Series-Turnier in Indian Wells (USA) ist die Neuauflage des Schweizer Duells zwischen Roger Federer und Stan Wawrinka geplatzt. Federer besiegte Nicolas Massu 6:3, 7:6, Wawrinka unterlag jedoch Olivier Rochus (Be/30) 6:7, 5:7.

Wegen Wawrinkas Out kommt es nicht zur Revanche für Dubai, wo Roger Federer vor zwei Wochen gegen Wawrinka 7:6, 6:3 gewann. Federer nahm das mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Kenntnis: «Ich hoffte für Stan, dass er weiterkommt. Anderseits bin ich froh, nicht schon wieder gegen ihn antreten zu müssen. In Dubai nahm er mir viermal den Aufschlag ab. Mit so vielen Breaks müsste er mich eigentlich besiegen. Stan bezahlte dort aber wohl den Preis für seine Jugend.»

Der 25-jährige Olivier Rochus stellt für Federer wohl nicht nur die kleinere Bedrohung dar, sondern ist auch ein gutes Omen. Der 24- jährige Basler traf in den vergangenen zwölf Monaten in den USA regelmässig auf den kleinwüchsigen Belgier. Er besiegte ihn in Key Biscayne, in Cincinnati und im US Open stets ohne Satzverlust und gewann danach immer auch das Turnier.

Gegen Nicolas Massu stieg Federer mit einer sehr ordentlichen Leistung ins Turnier, das er in den vergangenen zwei Jahren gewann. Dennoch bekundete er viel Mühe. Massu spielte in der Form, die ihn vor zwei Jahren in Athen auf Hartplatz zum Olympiasieg, im Februar auf Sand in zwei Finals und zum Turniersieg in Salvador getragen hatte. Vor allem im zweiten Satz setzte er Federer unter Druck. Massu kam beim Stand von 4:3 zu einer Breakchance, und Federer beanspruchte bei diesem Ballwechsel das Glück des Tüchtigen für sich, denn der Schiedsrichter irrte sich zu seinen Gunsten. Massu focht den (Fehl-)Entscheid zwar an; die Video-Replay-Premiere gibt es jedoch erst nächste Woche in Key Biscayne.

Statt aus Federers Optik 3:5 stand es wenig später 4:4, statt in einen dritten Satz gings in ein Tiebreak. In diesem sorgte Federer mit einem fantastischen Rückhand-Passierball aus grösster Bedrängnis zum 6:3 für die Vorentscheidung.

Diese Effizienz und Fortune bei wichtigen Punkten fehlten Stanislas Wawrinka. Im wegweisenden Startsatz führte der 20-jährige Romand gegen Olivier Rochus bis kurz vor Schluss ständig. Er besass Breakbälle zum 5:3, schnupperte bei 6:5 an Satzbällen und führte im Tiebreak 4:2, ehe er dieses 4:7 verlor.

Männer, 2.Runde:

Roger Federer (Sz/1) s. Nicolas Massu (Chile/Olympiasieger) 6:3, 7:6 (7:4).

Olivier Rochus (Be/30) s. Stanislas Wawrinka (Sz) 7:6 (7:4), 7:5.

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