Indianapolis Colts gewinnen 41. Super Bowl

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Indianapolis Colts gewinnen 41. Super Bowl

Die Indianapolis Colts sind die Nachfolger der Pittsburgh Steelers mit ihrem «Schweizer» Quarterback Ben Roethlisberger: Im Super Bowl besiegten die Colts die Chicago Bears im strömenden Regen von Miami mit 29:17 und sicherten sich damit die höchste Football-Krone.

Der 30-jährige Manning führte den Favoriten im 41. Final der NFL zum Sieg und wurde nach der Partie als wertvollster Spieler (MVP) ausgezeichnet. Für den bestbezahlten Footballer der Gegenwart (42 Mio Dollar pro Jahr) war es in neun Profijahren die erste Super- Bowl-Teilnahme. Manning, dem Fachleute immer wieder absprachen, grosse Spiele gewinnen zu können, warf 25 Pässe über insgesamt 247 Yards sowie ein Zuspiel, das zu einem der drei Touchdowns führte.

Schon 1971 hatten die Colts den Final gewonnen. Damals war die Franchise allerdings noch in Baltimore beheimatet. Colts-Coach Tony Dungy (51) ist der erste dunkelhäutige Trainer in der NFL- Geschichte, der ein Team zum Finalsieg führte. Bereits in den vergangenen Jahren hatte Indianapolis in der regulären Saison stets zu den erfolgreichsten Teams gezählt. Doch in den Playoffs hatten bisher spätestens die Halbfinals Endstation bedeutet. «Ich bin stolz auf meine Burschen. Sie haben hart für den Erfolg gearbeitet», sagte Dungy bei der Siegerehrung mitten im (nicht überdachten) Stadion der Miami Dolphins.

Die Bears, die 1986 ihren bislang einzigen Super-Bowl-Triumph feierten, hatten in einem auch wegen der Witterungsbedingungen über weite Strecken nur durchschnittlichen Spiel einen Blitzstart hingelegt. Nach dem Kickoff von Indianapolis trug Chicagos Devin Hester den Ball 92 Yards zurück in die Endzone des Gegners und sorgte schon nach 14 Sekunden für den ersten Touchdown der Bears. Danach hatten beide Teams je drei Ballverluste zu verzeichnen - so viele wie zuletzt vor 14 Jahren im Final zwischen Buffalo und Dallas).

Die Bears lagen 14:3 voraus, Indianapolis kam jedoch heran und führte zur Pause 16:14. Bears-Quarterback Rex Grossmann bestätigte im Finish dann alle Kritiker, die dem 26-Jährigen schon die ganze Saison fehlende Klasse vorgeworfen hatten. Beim Stand von 22:17 für die Colts unterlief Grossmann im Schlussviertel ein Fehlpass, den Kevin Hayden zum Touchdown für die Colts nutzte. Indianapolis führte zwölf Minuten vor dem Ende 29:17, womit die Partie entschieden und die Hoffnung der Bears, nach 21 Jahren wieder die Super Bowl zu gewinnen, vom Dauerregen weggespült war. (si)

NFL-Partie im Oktober in London

Am 28. Oktober wird die National Football League (NFL) erstmals eine Partie in Europa bestreiten. Dann werden die Miami Dolphins und die New York Giants im Londoner Wembley-Stadion aufeinander treffen. Die Partie bildet den Auftakt einer Serie von zehn Spielen ausserhalb Nordamerikas bis 2011.

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