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Indianerstamm schummelt bei Kauf von Hard Rock Cafe

Einem Indianerstamm in den USA wird nach seiner Übernahme der weltbekannten Hard Rock Cafes Betrug vorgeworfen.

Enttäuschte Geschäftspartner der Seminolen aus Florida reichten vor einem US-Gericht eine Klage ein.

Demnach wurde das Bieterverfahren um die Cafes, Spielkasinos und Hotels der Kette manipuliert. Kläger ist der US-Konzern Cordish, der am Bau zweier Kasinos des Indianerstamms in Florida beteiligt und ebenfalls an einem Kauf der Hard-Rock-Kette interessiert war.

Cordish fordert Schadensersatz in nicht angegebener Höhe. Ein Sprecher der Kultkette lehnte eine Stellungnahme zur Klage ab. Der Seminolen-Stamm war am Mittwoch nicht erreichbar.

Die geschäftstüchtigen Seminolen hatten die Hard-Rock-Kette Anfang Dezember für rund 965 Mio. Dollar dem britischen Freizeit- Konzern Rank abgekauft. Man wisse die Kraft und Langlebigkeit der Marke «Hard Rock» zu schätzen, begründete ein Stammeschef die Grossinvestition damals.

Laut Rechtsanwälten von Cordish trafen sich die Seminolen aber bereits im Vorfeld der offiziellen Ausschreibung mit Hard-Rock-Managern, um eine Offerte abzusprechen.

Cordish sei dagegen die Teilnahme am Bieterverfahren verwehrt worden, obwohl der US-Konzern Rank bereits 2005 ein Barangebot unterbreitet hatte. Doch hätten sich die Hard-Rock-Manager bei einer Übernahme durch Cordish Sorgen um ihren Posten gemacht. Die Seminolen gaben ihnen dagegen eine Job-Garantie.

(sda)

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