Aktualisiert 19.05.2007 07:37

Indien: 14 Tote bei Anschlag auf Moschee

Bei dem Bombenanschlag in Hyderabad auf eine der grössten Moscheen Indiens und anschliessenden Unruhen zwischen Muslimen und der Polizei hat sich die Zahl der Toten auf 14 erhöht.
Rund 50 Menschen wurden verletzt.

«Zehn Menschen sind bei dem Anschlag umgekommen, vier bei den Schiessereien», sagte der zuständige Verantwortliche der örtlichen Polizei am Samstag in Hyderabad. Die Bombe wurde mit einem Mobiltelefon ferngezündet. Sicherheitskräfte fanden zwei weitere Sprengsätze und entschärften sie.

Nur Minuten nach der Explosion protestierten verärgerte Muslime gegen den ihrer Ansicht mangelnden Schutz von Seiten der Polizei. Schnell flogen Steine auf die Beamten, die ihrerseits Schlagstöcke und Tränengas einsetzten. Der Chefminister des Unionsstaates Andhra Pradesh, Y.S. Rajasekhara Reddy, forderte Hindus und Muslime zur Ruhe auf. Mit dem Bombenanschlag hätten die Attentäter versucht, den Frieden im Lande zu sabotieren.

Zum Freitagsgebet in der Moschee erscheinen gewöhnlich rund 10.000 Gläubige. In Hyderabad kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen Hindus und Muslimen. Angesichts des Anschlags wurden Unruhen in der Stadt befürchtet. (dapd)

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