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Indien: Untersuchungskommission zu Kindermorden

Nach den Morden an mindestens 17 Kindern und Frauen hat die indische Regierung eine Untersuchungskommission eingesetzt.

Sie soll klären, ob die Polizei und die Behörden möglicherweise nicht ausreichend auf Hinweise zum Verschwinden der Opfer reagiert haben, wie ein Sprecher des Ministeriums für Frauen und Kinder am Mittwoch mitteilte. Bewohner von Noida, einem Vorort von Neu-Delhi, haben den Behörden vorgeworfen, ihre Hinweise mehrfach ignoriert zu haben.

Die Polizei hat deswegen bereits sieben Beamte vom Dienst suspendiert. Der Bericht der Untersuchungskommission soll in rund zwei Wochen vorliegen.

Ein Geschäftsmann und sein Hausangestellter sollen in Noida gemeinsam Frauen und Kinder vergewaltigt und getötet haben. Der Hausangestellte legte bereits ein Teilgeständnis ab. Bislang wurden in einem Abwasserkanal vor dem Grundstück des Geschäftsmanns 17 Leichen entdeckt. Nach Angaben von Bewohnern sind in den vergangenen zwei Jahren 38 Menschen in der Gegend verschwunden, zumeist Kinder von Hausangestellten und Strassenverkäufern. (dapd)

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