Aktualisiert 09.09.2019 14:39

RaumfahrtIndien verliert Kontakt zur Mondsonde

Man wollte das vierte Land werden, das auf dem Mond landet. Doch nun muss die indische Raumfahrtbehörde wohl einen Rückschlag verkraften.

von
roy
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So sieht die indische Rakete aus, die sich am 22. Juli auf den Weg zum Mond machte.

So sieht die indische Rakete aus, die sich am 22. Juli auf den Weg zum Mond machte.

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Um 14.43 Uhr Ortszeit ist die Chandrayaan-2 gestartet.

Um 14.43 Uhr Ortszeit ist die Chandrayaan-2 gestartet.

Menschen verfolgen in einem Elektronikfachgeschäft in Kalkutta das Spektakel. (22. Juli 2019)

Menschen verfolgen in einem Elektronikfachgeschäft in Kalkutta das Spektakel. (22. Juli 2019)

Rupak de Chowdhuri

Die indische Raumfahrtbehörde hat nach eigenen Angaben kurz vor ihrer ersten geplanten Mondlandung die Kommunikation zu ihrem Lander «Vikram» verloren. Die Annäherung an den Mond sei bis auf 2,1 Kilometer über der Oberfläche normal gewesen. Dies sagte der Chef der indischen Raumfahrtbehörde Isro, Kailasavadivoo Sivan, in der Nacht auf Samstag (Ortszeit). «Die Daten werden ausgewertet.»

Indien hatte versucht, das vierte Land zu werden, dem eine kontrollierte Landung auf dem Erdtrabanten gelingt - nach den USA, der Sowjetunion und China. Im Frühjahr stürzte bereits eine israelische Sonde beim Landeversuch auf dem Mond nach einem technischen Fehler ab.

Suche nach Wasser

Für Indien ist es die zweite Mission zum Mond. Die erste Mondsonde «Chandrayaan-1» war 2008 gestartet und hatte den Mond umkreist, ohne auf ihm zu landen.

Die Landung am Südpol des Erdtrabanten war der schwierigste Teil der unbemannten Mission «Chandrayaan-2», wie der Chef der indischen Raumfahrtbehörde weiter sagte. «Chandrayaan» bedeutet auf Sanskrit «Mondfahrzeug». Ziel der 142 Millionen Dollar teuren Mission war es, die Oberfläche der Südpol-Region zu kartieren, den Boden zu analysieren und Wasser zu suchen. In der Region war Anfang 2019 die chinesische Sonde «Chang'e 4» gelandet. (roy/sda)

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