Indien verstärkt Truppen nach Massakern in Kaschmir
Aktualisiert

Indien verstärkt Truppen nach Massakern in Kaschmir

Nach den Massakern an 35 Hindus im indischen Teil Kaschmirs hat die Armee in die Region hunderte zusätzliche Soldaten zur Jagd auf Moslem-Extremisten entsandt.

Das verstärkte Truppenkontingent solle verhindern, dass sich Extremisten in der Gegend frei bewegen könnten, sagte ein leitender Polizeibeamter am Dienstag. Ein aus Protest gegen die Massaker ausgerufener Generalstreik legte gleichzeitig die Region Jammu lahm.

Schulen, Banken und Büros in den Distrikten Doda und Udhampur blieben geschlossen, auf den Strassen fuhren fast ausschliesslich Fahrzeuge der Sicherheitskräfte. In der Region Jammu wohnen überwiegend Hindus.

Am Montag hatten mutmassliche Extremisten rund 170 Kilometer nordöstlich der Stadt Jammu in zwei Bergdörfern im Distrikt Doda 22 Hindus erschossen. Ausserdem wurden im Distrikt Udhampur in den vergangenen zwei Tagen insgesamt 13 Hindu-Leichen gefunden, die Schusswunden aufwiesen.

Im indischen Teil Kaschmirs sind seit Beginn eines islamischen Aufstands gegen die indische Herrschaft im Jahr 1989 zehntausende Menschen getötet worden. Die Himalaya-Region ist zwischen Indien und Pakistan geteilt. Indien wirft dem mehrheitlich moslemischen Pakistan vor, die Kaschmir-Rebellen zu unterstützen.

(sda)

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