Aktualisiert 21.01.2005 12:38

Indonesiens Präsident erstmals in Aceh

Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono hat bei seinem ersten Besuch in Banda Aceh den Willen zum Wiederaufbau der verwüsteten Provinz Aceh bekräftigt.

Der Staatschef sagte am Freitag, die Regierung habe einen neuen Entwicklungsplan entworfen. Man werde die Infrastruktur sowie die Schulen neu errichten und die Wirtschaft wiederbeleben. «Meine Botschaft an unsere Brüder und Schwestern in Aceh ist: Lasst uns zusammenstehen und nach vorne blicken.»

Yudhoyono betonte erneut, es gebe keine strikte Drei-Monats- Frist, nach deren Ablauf ausländische Truppen das Land verlassen müssten. «Wir haben einen Zeitrahmen gesetzt, keine Frist, weil Indonesien einen Plan haben muss», betonte er.

«Wir hoffen, dass in drei Monaten bedeutsame Fortschritte erzielt worden sind. Aber auch nach dem 26. März könnte immer noch internationale Präsenz, Ausrüstung und Fachwissen erforderlich sein, um die Arbeit fortzusetzen.»

Durch die Flutwelle vom 26. Dezember kamen in der Provinz an der Nordspitze Sumatras nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 166 000 Menschen ums Leben. Weit über eine halbe Million Einwohner verloren durch die Katastrophe ihr Obdach.

Die Schweiz unterstützt in der am meisten betroffenen Region mit drei Super-Puma-Helikoptern und rund 50 Soldaten eine Luftbrücke des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR). Für ihre Sicherheit sorgt das indonesische Militär.

(sda)

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