Winterthur: Indoor-Fussball-Anlage in alter Fabrikhalle geplant

Aktualisiert

WinterthurIndoor-Fussball-Anlage in alter Fabrikhalle geplant

Zwei Winterthurer möchten im Herbst in einer alten Fabrikhalle drei Kunstrasen-Fussballfelder eröffnen. Noch fehlen ihnen 100'000 Franken – ein Crowdfunding soll es richten.

von
fro
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Die Fussballhalle «Winti Fussball Amigos» soll im Herbst auf dem Sulzerareal in Winterthur eröffnet werden.

Die Fussballhalle «Winti Fussball Amigos» soll im Herbst auf dem Sulzerareal in Winterthur eröffnet werden.

Dafür benötigen Ullrich Braun (33) und David Vöge (32) noch ein wenig Geld. Dieses wollen sie mithilfe eines Crowdfundings zusammenbringen.

Dafür benötigen Ullrich Braun (33) und David Vöge (32) noch ein wenig Geld. Dieses wollen sie mithilfe eines Crowdfundings zusammenbringen.

Die alte Fabrikhalle auf dem Sulzerareal soll mit drei Kunstrasenflächen ausgestattet werden.

Die alte Fabrikhalle auf dem Sulzerareal soll mit drei Kunstrasenflächen ausgestattet werden.

Wenn der Fussball im Winter pausiert, zieht es viele Teams in Turnhallen. Der harte Hallenboden ist jedoch nicht so ideal für die Gelenke, weshalb sich Spieler immer wieder Verletzungen zuziehen. Das muss nicht sein, finden David Vöge (32) und Ullrich Braun (33) – sie planen deshalb in einer alten Fabrikhalle auf dem Sulzerareal in Winterthur eine Indoor-Fussballanlage mit drei Kunstrasenfeldern.

«Ich habe schon in Buenos Aires und London in solchen Hallen gespielt und fand es super», so Vöge. In Otelfingen ZH und Einsiedeln SZ gibt es schon Indoor-Fussball. «Doch in Winterthur fehlt das noch.» Vöge ist selbst begeisterter Fussballer und entstammt einer fussballverrückten Familie. Sein Vater war Profi in der Bundesliga. «Mit der Indoor-Anlage möchte ich diese Freude anderen weitergeben.»

Eine Stunde kostet rund 100 Franken

Die neue Halle soll «Winti Fussball Amigos» heissen und von Oktober bis März geöffnet sein. «Je nach Höhe der Miete kann die Halle auch im Sommer genutzt werden», so der 32-jährige IT-Consultant. Für eine Stunde zahlt man zwischen 80 und 120 Franken – gebucht werden die Plätze online. «Wir möchten das Ganze ohne Personal durchführen», so Vöge. Das heisst, man reserviert den Platz online und erhält einen Zutrittscode.

Das Wichtigste allerdings fehlt noch: Geld. «100'000 Franken brauchen wir für die ganze Ausstattung», sagt Vöge. Das wollen sie mithilfe eines Crowdfundings zusammenbringen, wofür sie bis Ende Juli Zeit haben. Falls sie das Ziel nicht erreichen, erhalten die Spender ihr Geld zurück.

Unter diesem Link können Sie das Projekt unterstützen.

«Ein Hallentraining ist nicht unbedingt schlecht»

Ist Kunstrasen wirklich so viel besser als ein Hallenboden für die Gelenke? Laut Christoph Reich-Rutz, Sportarzt und Ex-Mannschaftsarzt des Fussballclubs Zürich, lässt sich diese Fragen nicht so einfach beantworten: «Zwar kann Kunstrasen gelenkschonender sein, da man darauf besser als auf einem Hallenboden rutscht.» Am idealsten für die Gelenke sei aber ein herkömmlicher Rasen im guten Zustand. Allerdings will er die Halle keineswegs verteufeln: «Es ist alles eine Frage des Trainingszustandes.» Wer an ein Hallentraining gewöhnt sei, schade seinem Körper nicht: «Untrainierte riskierten hingegen eher Überlastungsschäden, wenn sie plötzlich ganz oft in der Halle Fussball spielen.»

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