Aktualisiert 24.05.2016 16:11

Klybeck-ArealIndustriezone wird zu neuem Stadtquartier

42 Fussballfelder gross ist das Quartier, das in Basel entstehen soll. Wo heute noch Novartis und BASF angesiedelt sind, werden künftig Wohn- und Arbeitsplätze geschaffen.

von
jd
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Das Industrieareal der chemischen Industrie im Klybeck. Dieses Areal soll in den nächsten Jahren zu einem Stadtquartier entwickelt werden.

Das Industrieareal der chemischen Industrie im Klybeck. Dieses Areal soll in den nächsten Jahren zu einem Stadtquartier entwickelt werden.

Keystone/Georgios Kefalas
Diese Fläche ist für das neue Stadtquartier vorgesehen.

Diese Fläche ist für das neue Stadtquartier vorgesehen.

zvg
So sieht der Testplan von OMA aus Rotterdam aus. Die Niederländer setzen auf Hochhäuser, die sich selbstbewusst präsentieren.

So sieht der Testplan von OMA aus Rotterdam aus. Die Niederländer setzen auf Hochhäuser, die sich selbstbewusst präsentieren.

OMA, Rotterdam

Das Areal zwischen Dreirosenbrücke, ehemaligem Migrol-Areal, Wiese und Horburgpark war wohl bis anhin für viele Basler eine graue Fläche auf der Stadtkarte. «Auch als langjähriger Bewohner kennt man sich dort nicht aus», so Hans-Peter Wessels, Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartements (BVD) Basel-Stadt über die «Terra incognita». Dies soll sich nun ändern. «Denn die Stadt wächst weiter, ist noch nicht fertig gebaut und hat viel Potential zur Weiterentwicklung», sagt Wessels. Das Industriegebiet, das 300'000 Quadratmeter umfasst und heute grösstenteils nur für Novartis- und BASF-Mitarbeiter zugänglich ist, soll Basels jüngstes Stadtquartier werden und dereinst Raum für «alles Erdenkliche» bieten, wie Kantonsbaumeister Beat Aeberhard am Dienstag vor den Medien sagte.

Die Planungsvereinbarung des Grossprojekts Klybeckplus ist unterzeichnet. BASF und Novartis werden ihre Werkareale im Klybeck in Zukunft gar nicht mehr oder nur noch sehr beschränkt für industrielle Zwecke benötigen. «Wir wollen von der Wiese zum Rhein einen Stadtteil entwickeln und ein guter Nachbar sein», äusserte sich BASF-Geschäftsführer Klaus Ruf. «Ziel ist es, eine Ausgewogenheit der Nutzung zu erreichen und Platz für Wohnen, Arbeiten und Kultur zu bieten. Das wird eine spannende Geschichte.» Ob die BASF ihren Land-Anteil an den Kanton verkaufen werde, würde sich noch zeigen. Hingegen stehe fest, dass sich die Novartis nicht von den zwei Arealen, die direkt an den Rhein grenzen, zurückziehen werde. Der Weltkonzern benötige dies als «strategische Reserve», wie Matthias Leuenberger, Delegierter Novartis Schweiz kommunizierte.

Einmalige Chance

Das BVD sehe im Schulterschluss der drei Partner eine «einmalige Chance». Ziel des Prozesses sei es, ein neues Stück Stadt mit eigener Identität zu erschaffen. Die Transformation werde Jahre dauern, ermahnten am Dienstag alle Beteiligten. Als nächster Schritt beginne in der zweiten Jahreshälfte eine städtebauliche Testplanung mit verschiedenen Planungsbüros. Ein Stadtteilrichtplan Klybeck-Kleinhüningen soll schliesslich öffentlich aufgelegt werden und für alle weiteren Planungsschritte die verbindliche Grundlage bilden. «Wir legen einen hohen Wert auf Transparenz. Dies ist aufgrund der Grösse des Areals wichtig. Die Entwicklung interessiert nicht nur die angrenzenden Quartiere, sondern ist ein gesamtstädtisches Projekt», so der Kantonsbaumeister.

(jd/sda)

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