China: Infizierte dürfen jetzt sogar arbeiten

Publiziert

Nach Null-CovidInfizierte dürfen in China jetzt sogar arbeiten

China hat eine 180-Kehrtwende in Sachen Corona-Politik gemacht. Nach mehreren Lockdowns, Massentests und Zwangsquarantäne wolle man jetzt eine «bessere Balance» finden.

1 / 3
China hat Anfang Dezember landesweite Lockerungen von Corona-Einschränkungen angekündigt.

China hat Anfang Dezember landesweite Lockerungen von Corona-Einschränkungen angekündigt.

Getty Images
Infizierte Personen ohne oder mit milden Symptomen können in bestimmten Gebieten jetzt auch zur Arbeit.

Infizierte Personen ohne oder mit milden Symptomen können in bestimmten Gebieten jetzt auch zur Arbeit.

REUTERS
Zudem will das Land den Umfang und die Häufigkeit von Corona-Tests reduzieren.

Zudem will das Land den Umfang und die Häufigkeit von Corona-Tests reduzieren.

AFP

Covid in China: Darum gehts

  • China hat weitere Corona-Lockerungen bekannt gegeben.

  • In bestimmten Städten dürfen Angestellte trotz Infektion zur Arbeit gehen.

  • Sie sollten allerdings nur milde oder keine Symptome haben und sich entsprechend schützen.

  • China hat nach fast drei Jahren strikter Massnahmen mit zahlreichen Lockerungen begonnen.

Zwei Wochen nach dem abrupten Ende der strikten Null-Covid-Strategie in China erlauben zahlreiche Städte den Infizierten ohne oder mit nur milden Symptomen sogar die Rückkehr an den Arbeitsplatz. Die parteinahe Zeitung «Global Times» nannte am Mittwoch unter anderen Millionenmetropolen wie Chongqing und Guiyang im Südwesten oder Wuhu in der Provinz Anhui oder die 57 Millionen Einwohner zählende ostchinesische Provinz Zhejiang. Es war von einer «besseren Balance zwischen epidemischer Vorbeugung und sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung» die Rede.

Mitten im massiven Corona-Ausbruch hatte China  nach fast drei Jahren mit Lockdowns, Zwangsquarantäne, Massentests und Kontaktverfolgung seine harte Null-Toleranz-Politik am 7. Dezember plötzlich aufgehoben. Die Kehrtwende wurde damit begründet, dass die Infektionen mit den neuen Omikron-Varianten nicht mehr so schwer verliefen. Doch erwiesen sich die bis dahin ergriffenen Massnahmen auch als immer weniger wirksam.

China drohen viele Tote

In der 4,5-Millionen-Metropole Guiyang wurden Beschäftigte von Supermärkten, Lieferdiensten, Behörden, medizinischen Einrichtungen und anderen Institutionen zur Aufrechterhaltung des täglichen Lebens angewiesen, mit angemessenem Schutz arbeiten zu gehen, wenn sie keine oder nur leichte Krankheitserscheinungen zeigten und ihr Gesundheitszustand es zulasse, wie die «Global Times» berichtete. Experten hoben demnach hervor, dass die Städte je nach epidemischer Lage «dynamische Anpassungen» machen sollten.

Nachdem chinesische Experten früher immer eindringlich vor den Gefahren des Coronavirus und den Folgen gewarnt hatten, wird die Schwere der Erkrankung seit dem Kurswechsel heruntergespielt. Nach verschiedenen Studien drohen China mit der Lockerung allerdings einige Hunderttausend Tote – je nachdem, wie schnell mit Booster-Präparaten geimpft wird, Medikamente zur Behandlung eingesetzt werden, wie häufig Maske getragen wird und andere öffentliche und soziale Gesundheitsmassnahmen ergriffen werden.

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

(DPA/roy)

Deine Meinung

24 Kommentare