Wegen Energiepreisen - EU-Teuerung steigt auf rekordhohe 4,9 Prozent
Aktualisiert

Wegen EnergiepreisenEU-Teuerung steigt auf rekordhohe 4,9 Prozent

Die Verbraucherpreise steigen weiter an. Nun haben sie in der Eurozone einen neuen Höchststand erreicht.

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Die Verbraucherpreise sind so stark wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen von Eurostat zur Inflation im Jahr 1997 gestiegen.

Die Verbraucherpreise sind so stark wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen von Eurostat zur Inflation im Jahr 1997 gestiegen.

DPA
Ein Grund sind die hohen Energiepreise.

Ein Grund sind die hohen Energiepreise.

20min/Simon Glauser
 Im November legten die Preise für Energie um rund 27 Prozent zu.

Im November legten die Preise für Energie um rund 27 Prozent zu.

REUTERS

Die Inflation im Euroraum hat sich im November weiter verstärkt und die höchste Rate seit Bestehen des gemeinsamen Währungsraums erreicht. Die Verbraucherpreise legten im Jahresvergleich um 4,9 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte.

Im Oktober hatte die Teuerungsrate bei 4,1 Prozent gelegen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg der Rate auf 4,5 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Oktober stiegen die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent.

Energiepreise sind stark gestiegen

Getrieben wurde die Teuerung im November einmal mehr durch einen extrem starken Anstieg der Preise für Energie, die sich zum Vorjahresmonat um 27,4 Prozent verteuerte. Lebens- und Genussmittel waren 2,2 Prozent teurer als vor einem Jahr. Etwas deutlicher verteuerten sich Industriewaren und Dienstleistungen. Ohne Energie, Lebens- und Genussmittel stieg das Preisniveau um 2,6 Prozent. Diese sogenannte Kernrate wird von vielen Ökonomen als verlässliches Inflationsmass angesehen.

Das mittelfristige Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent wird deutlich überschritten. Die Notenbank bewertet die Entwicklung als vorübergehend und rechnet im kommenden Jahr mit rückläufigen Inflationsraten. Leitzinserhöhungen hat die EZB bisher nicht signalisiert.

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(DPA)

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