Vom Träger zum Designer - Influencerinnen werden Unternehmerinnen
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Vom Träger zum DesignerInfluencerinnen werden Unternehmerinnen

Für manche Influencerinnen und Influencer reicht es aus, sich mit einer attraktiven Anzahl von Followerinnen und Followern zu vergnügen und bezahlte Werbepartnerschaften einzugehen. Die Popularität kann sich allerdings schlagartig ändern, weshalb immer mehr von ihnen mit einer eigenen Marke als zweites Standbein starten.

von
Larissa Kaiser
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Sandra Rodrigues Pinto zeigt sich stolz in ihrem handgenähten Lamarel Blazer, welcher in Portugal hergestellt wird. Sie gründete ihr Unternehmen vor knapp drei Jahren.

Sandra Rodrigues Pinto zeigt sich stolz in ihrem handgenähten Lamarel Blazer, welcher in Portugal hergestellt wird. Sie gründete ihr Unternehmen vor knapp drei Jahren.

Instagram/entre_dois
Die italienische Influencerin Chiara Ferragni ist längst keine Modebloggerin mehr, sondern wird als erfolgreiche Unternehmerin wahrgenommen. 

Die italienische Influencerin Chiara Ferragni ist längst keine Modebloggerin mehr, sondern wird als erfolgreiche Unternehmerin wahrgenommen.

Instagram/chiaraferragnibrand
Chiara Ferragnis Hund Matilda trägt stolz die kultigen Glitzer-Slipper mit dem Ferragni Augenlogo.

Chiara Ferragnis Hund Matilda trägt stolz die kultigen Glitzer-Slipper mit dem Ferragni Augenlogo.

Instagram/chiaraferragnibrand

Darum geht's

  • Der Traum von der eigenen Marke geht nur für wenige Influencerinnen und Influencer in Erfüllung.

  • Die berühmteste Modebloggerin der Welt und Stilikone Chiara Ferragni gründete 2013 ihr eigenes erfolgreiches Unternehmen.

  • Auch Schweizer Influencerinnen und Influencer wagen den Schritt und lancieren ihre eigene Marke.

  • Für eine erfolgreiche Markenetablierung ist nicht nur die Popularität der Influencerinnen und Influencer ausschlaggebend, sondern auch ein wohldurchdachtes Konzept.

Die Spitze einer Influencer-Karriere: Die eigene Marke

Der Weg zur eigenen Marke erfordert viel Mut und birgt mitunter ein finanzielles Risiko. Der Titel «Influencer» oder «Influencerin» kann zwar zum Erfolg eines Geschäfts beitragen, ist aber keine Garantie dafür. Die Etablierung einer Marke hängt von vielen weiteren Faktoren ab, die nicht allein durch die Beliebtheit eines Influencers oder einer Influencerin definiert sind.

Jeder kann ein Unternehmen gründen, aber nicht jeder kann ein Unternehmen führen.

Die erfolgreiche Führung der eigenen Marke erfordert nicht nur eine klare Vision und Mission, sondern einen gleichsam authentischen und glaubwürdigen Auftritt. Wem das schliesslich gelingt, gilt nicht länger nur als Influencerin oder Influencer, sondern als Unternehmer, der die Produkte nicht nur konsumiert, sondern auch kreiert. Im Jahr 2013 gründete die italienische Influencerin Chiara Ferragni, die ihre Karriere 2009 als Modebloggerin begann, ihr eigenes Modeunternehmen unter eigenem Namen. Ihre erste Glitzerschuh-Kollektion, geschmückt mit einem geschlossenen und einem offenen Auge, sorgte in der Fashion-Welt für Furore. Innerhalb kürzester Zeit folgten weitere in Italien produzierte Kleidungsstücke und Accessoires mit dem charakteristischen Augenmotiv, wodurch sich die Marke Chiara Ferragni endgültig etablierte. Die italienische Modebloggerin mit juristischem Hintergrund zählt nicht nur zu den erfolgreichsten Influencerinnen und Influencern weltweit, auch in der Unternehmerwelt konnte sie sich einen bedeutenden Namen aufbauen.

Die Schweiz bleibt nicht unverschont

2018 lancierte die Schweizer Influencerin Sandra Rodrigues Pinto ihre eigene Kleidermarke Lamarel, die besonderen Wert auf eine faire Verarbeitung der Kleidungsstücke zu erschwinglichen Preisen legt. Damit hat sie genau den Nerv der Zeit getroffen: Faire Mode, zeitloses Design aus eigener Herstellung in Portugal zu vernünftigen Preisen. Der Erfolg der Marke liegt nicht nur daran, dass die Influencerin nachhaltige Kleidungsstücke in limitierter Stückzahl produziert, sondern auch, weil sie sich selbst zu 100 Prozent mit den Produkten identifiziert und sie täglich in ihre Outfits integriert, die sie stolz auf ihrem Profil entre_dois präsentiert. Die Schweizer Influencerin und Unternehmerin Sandra verrät ihr Geheimnis:

Das Wichtigste, um ein Unternehmen mit Erfolg zu führen, ist immer am Ball zu bleiben. In den ersten zwei Jahren hat es sich kaum ausgezahlt und ich habe trotz allem weiter gekämpft. Wir haben unser Geschäft laufend dem Feedback unserer Kundinnen und Kunden angepasst und weiter optimiert.

Sandra Rodrigues Pinto

Auch die Mode-Ikone Michèl Krüsi hat den Schritt gewagt und ihre eigene Unterwäsche-Marke unter dem Namen Leonessa lanciert. Die Idee für die erste Kollektion entstand 2019 aus dem Bedürfnis heraus, Unterwäsche in charmantem Design und mit perfekter Passform zu kreieren, die für jede Körperform bequem ist. Auch hier wird der Fokus besonders auf faire Produktionsbedingungen als auch ein zeitloses Design gelegt. In diesem Jahr hat die Schweizer Influencerin ihre Kollektion ausserdem erweitert und bietet nun auch Bademode an, die aus ausgedienten Fischernetzen oder auch recycelten Alttextilien und Teppichen hergestellt wird.

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Picstars ist die führende Anbieterin für kreatives, zeitgeistiges und datengesteuertes Influencer-Marketing in der Schweiz. Die 2014 gegründete Agentur, mit Sitz in Zürich und Berlin, findet den «Perfect Match» zwischen Kundinnen und Kunden, Kampagnen, Influencerinnen und Influencern und kreiert inspirierendes Storytelling für eine authentische Markenkommunikation. picstars.com

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