«Die Schweizer»: Infos statt Schlachten
Aktualisiert

«Die Schweizer»Infos statt Schlachten

«Die Schlacht am Morgarten» zeigt: Das Schweizer Fernsehen setzt in seiner vierteiligen Serie «Die Schweizer» auf Informationsdichte statt auf Effekte.

von
Monika Rufener

Gestern Abend flimmerte im Schweizer Fernsehen die erste Folge der Dokufiction-Serie «Die Schweizer» über die Bildschirme der Nation. Die erste der vier Folgen legte den Fokus auf die Schlacht am Morgarten und ihren Protagonisten Werner Stauffacher. Das Intro versprach Drama und Helden und stellte die Frage: «Wer sind die Menschen, die unsere Geschichte geprägt haben?»

Die Anfangszene zeigte dann sogleich ein Gemälde einer Hinrichtung durch Feuer und die Stimme im Off erklärte: «Das Mittelalter in Europa war nichts für zarte Seelen.» Wer nun eine Stunde Gemetzel zur Primetime erwartete, täuschte sich. Neben eindrücklichen Luftaufnahmen der Region um den Vierwaldstätter See und ergänzenden Erklärungen von Historikern war der geschauspielerte Teil der sogenannten Dokufiction zwar düster, aber harmlos. Statt Schlachten gab es mehrere Handgemenge zu sehen.

Der Zuschauer erhielt viele historische Erläuterungen. So wurde auch gleich noch die Legende rund um Wilhelm Tell erklärt. Vier Filme über zwei Epochen Schweizer Geschichte - ein ambitiöses Vorhaben des Schweizer Fernsehens.

Lesen Sie hier unseren Ticker zur Sendung

Deine Meinung