Inhaftierter Terrorist: Die Schweiz ermittelt
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Inhaftierter Terrorist: Die Schweiz ermittelt

Die Bundesanwaltschaft (BA) hat ein Strafverfahren gegen den in Kloten inhaftierten Islamisten Mohamed Achraf eingeleitet. Der 31-Jährige wird verdächtigt, auch in der Schweiz Terrorakte geplant zu haben.

«Wir leiteten gestern ein Strafverfahren wegen Verdachts auf strafbare Vorbereitungshandlungen im Zusammenhang mit terroristischen Aktivitäten im Ausland oder in der Schweiz ein», sagte BA-Sprecher Hansjürg Mark Wiedmer. Konkret gehe es um die Mitgliedschaft oder Unterstützung einer kriminellen Organisation. Wiedmer sprach von «schwerwiegenden Verdachtsmomenten».

Inzwischen wurde Achraf, der einen Bombenanschlag auf das oberste spanische Gericht in Madrid geplant haben soll, aus der Ausschaffungs- in die provisorische Auslieferungshaft versetzt. Ob das spanische Verfahren oder das in der Schweiz Priorität haben wird, ist noch unklar.

Dank dem Regime in der Ausschaffungshaft konnte Achraf im Gefängnis in Kloten ganz legal in Kontakt zu seinen Komplizen in Spanien treten: Die Telefone auf den Stockwerken können frei und unkontrolliert benutzt werden. Dies war Achraf wegen Informationslücken sogar noch nach ersten Vorwürfen aus Spanien möglich. (dapd)

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