Aktualisiert 08.07.2014 15:01

Volk stimmt ab

Initiative gegen Skatepark Arbon eingereicht

Über 800 Arboner haben die Initiative Keine Betonwüste auf dem Seeparkareal unterschrieben. Trotzdem sollen noch in diesem Jahr die Bagger auffahren.

von
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So soll der Skatepark beim Seeparkareal in Arbon aussehen.

So soll der Skatepark beim Seeparkareal in Arbon aussehen.

Die 800 Unterschriften hat das Komitee Keine Betonwüste auf dem Seeparkareal innert zwei Monaten gesammelt. Die Unterschriften wurden am Dienstagmorgen dem Arboner Stadtammann übergeben.

Mit der Initiative will man den geplanten Bau der Skateanlage auf dem Seeparkareal in Arbon verhindern. Bei der Übergabe zeigten sich die Gegner erfreut. «Nun hat das Stimmvolk das letzte Wort», sagte Andrea Vonlanthen, Co-Präsident des Initiativkomitees.

Der Verein Skatepark Arbon lässt sich davon nicht beeindrucken. «Wir werden den Park bauen und in diesem Jahr eröffnen», so Köbi Auer vom Skatepark-Verein auf Anfrage. Man habe den Standort und die Baubewilligung erhalten.

«Verein riskiert Abbruch»

Ist die Initiative jetzt vergebens? SVP-Mann Vonlanthen verneint: «Der Verein riskiert den Abbruch der Anlage mit hoher Kostenfolge.» Aus seiner Sicht wäre es besser, wenn der Verein den Volkswillen abwarten würde.

Stadtammann Andreas Balg gibt sich zum umstrittenen Bauprojekt diplomatisch. «Der Verein Skatepark Arbon hat das Recht zu bauen. Und die Gegner haben das Recht, dagegen eine Initiative zu starten.»

In Arbon wird bereits seit mehreren Jahren über den geplanten Skatepark gestritten. Eine gültige Baubewilligung liegt vor und beim Seeparksaal steht eine 750 Quadratmeter grosse Fläche zur Verfügung. Die Skateanlage sei zu gross und am falschen Standort, kritisieren die Gegner.

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