Auch gegen Vorauszahlungen: Initiativkomitee will Kielholz los werden
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Auch gegen VorauszahlungenInitiativkomitee will Kielholz los werden

Das Komitee der Volksinitiative «gegen die Abzockerei» ruft die Aktionäre der Grossbank Credit Suisse auf, Walter Kielholz nicht mehr in den Verwaltungsrat zu wählen. Kielholz verantworte mit seinen Ämtern bei der Credit Suisse und der Swiss Re im 2008 total über 20 Milliarden Franken Wertberichtigungen und 8.8 Milliarden Verlust.

Erschüttert zeigt sich das von Thomas Minder geleitete Initiativkomitee in einem Schreiben auch darüber, dass die «Golden Hellos» («goldene Begrüssungen») bei der Credit Suisse eine Renaissance erlebten: Gemäss dem am Dienstag vorgelegten Geschäftsbericht für 2008 bezog Asienchef Kai Nargolwalas 21 Mio. Franken, davon einen Teil als Vorauszahlung.

Nachdem vor acht Jahren Mario Corti erst nach einer Antrittsprämie von 12,5 Mio. Fr. bei der Swissair zu arbeiten begann, haben erst kürzlich Unternehmungen wie ABB (Joe Hogan), Swiss Re (David Blumer) oder UBS (Markus Diethelm und Jerker Johansson) ebenfalls solche Vorauszahlungen geleistet, wie es heisst.

Anstatt Millionenabfindungen beim Abgang, würden nun einfach entsprechende Summen bereits beim Antritt nachgeworfen, schreibt das Initiativkomitee. Der Bundesrat wolle solche Vorauszahlungen in seiner Aktienrechtsrevision nicht regeln. Die Initiative «gegen die Abzockerei» indessen verbiete «Golden Hellos». (sda)

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