Landsgemeinde: Innerrhoder sagen Ja zu Kulturbeiträgen

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LandsgemeindeInnerrhoder sagen Ja zu Kulturbeiträgen

Das Volk in Innerrhoden hat am Sonntag einer Erhöhung der Kulturbeiträge für St. Gallen zugestimmt. Die SVP wollte dies im Vorfeld wegen des umstrittenen Projekts City of Change verhindern.

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tob
Landsgemeinde: Ganz Innerrhoden versammelte sich  im Dorfkern von Appenzell. (Keystone)

Landsgemeinde: Ganz Innerrhoden versammelte sich im Dorfkern von Appenzell. (Keystone)

Ganz Innerrhoden hat sich am Sonntag im Dorfkern von Appenzell versammelt: Unter den ­Augen vieler Schaulustiger schritt das Volk nach alter Sitte festlich gekleidet zur «Landsgmend». Zu reden gab im Vorfeld der Abstimmung die Erhöhung der Innerrhoder Beiträge ans Theater und an die Tonhalle St. Gallen: Der Beitrag sollte von 60 000 auf rund 234 000 Franken vervierfacht werden.

Mit dem aktuellen Projekt City of Change steht das Theater St. Gallen derzeit in der Kritik: Mit einer «Kampagne zur Rettung der Demokratie» lancieren die Macher eine Petition, die das Stimm- und Wahlrecht für Ausländer in St. Gallen fordert. Dies wurde von bürgerlichen Parteien in St. Gallen kritisiert (20 Minuten berichtete). Die Innerrhoder SVP wehrte sich darum gegen die geplante Beitragserhöhung und beschloss eine Nein-Parole.

Der Innerrhoder Landammann Daniel Fässler setzte dagegen: «Es handelt sich hier nicht um eine Kultur-, sondern um eine Solidaritätsvorlage.» Nachdem die Vorlage im Grossen Rat bereits angenommen worden war, sagte auch das Volk mit wenigen Gegenstimmen Ja zum Lastenausgleich.

An der Landsgemeinde gutgeheissen wurde auch der Bau eines neuen Alters- und Pflegezentrums in Appenzell für 21 Millionen Franken. Thomas Rechsteiner (CVP) wurde zudem zum neuen Finanzdirektor gewählt. Auch Ständerat Ivo Bischofberger (CVP) wurde vom Innerrhoder Stimmvolk im Amt bestätigt.

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