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Innerschweizer Brockis sagen Langfingern den Kampf an

Langfinger machen auch vor Secondhand-Ware nicht Halt: In den Innerschweizer Brockis wird geklaut wie noch nie.

«Von morgens bis abends wird hier gestohlen und geschummelt, was das Zeug hält», klagt Marlene Scotzniovsky. Sie arbeitet seit 27 Jahren im Luzerner Brockenhaus und weiss: «Die Tricks werden immer raffinierter.» Was nicht ausreichend befestigt ist, werde mitgenommen. Vor allem Kleider, Bücher, Schuhe und Radios. «Und wenn ich mal einen Dieb erwische, beschimpft er mich womöglich noch», weiss Scotzniovsky aus Erfahrung. Angezeigt hat sie trotzdem noch keinen: «Aufwand und Ertrag würden nicht stimmen.»

So tönt es auch im Brockehüüsli Zug. Doch tatenlos will man hier der dreisten Klauerei nicht zusehen. Mit Kinderwagen oder grosser Tasche kommt darum niemand mehr ins Brockehüüsli. «Zu oft wurden gestohlene Kleider darin versteckt», sagt Mitarbeiterin Vreni Betschart.

Auch das Brockenhaus am Sternmattweg in Kriens hat den Langfingern den Kampf angesagt. Eine Angestellte erzählt: «Damit die Preisschilder nicht mehr vertauscht werden können, schreiben wir jetzt die Preise direkt auf die Ware.»

(gsa/ewi)

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