Innerschweizer sind heiss auf den Singleberater-Job
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Innerschweizer sind heiss auf den Singleberater-Job

Ein Innerschweizer Partnervermittlungs-Institut will die Schweiz erobern: Dafür sucht Singlezone.ch weitere Berater. Die Drähte laufen heiss – doch der Job hat auch Schattenseiten.

Seit Freitag ist Mani Roos im Dauerstress: «Über dreissig Leute haben sich bisher auf das Stelleninserat gemeldet», sagt der Chef von Singlezone.ch. Seit bald einem Jahr verhilft seine Agentur alleinstehenden Innerschweizern zum Glück. Jetzt soll sie in der ganzen Schweiz Fuss fassen. Dafür braucht das dreiköpfige Singleberater-Team Verstärkung.

Zwei Drittel aller Interessenten seien Frauen, die Älteste 61 Jahre alt. «Als sie hörte, dass hier auf Provision gearbeitet wird, war ihr die Sache zu unsicher», so Roos. Sie ist nicht die Einzige, die vom Job als Singleberater ein falsches Bild hatte: «Als Singleberater muss man Termine abmachen, Interviews mit Singles führen, diese auswerten und manchmal auch Flugblätter verteilen.» Damit rechnen die Bewerber nicht – ein Rückzieher folgt dem nächsten. «Ich spiele auch lieber den Amor, als Werbung zu verteilen», gesteht der Boss.

Er suche keine Gelehrten, auch das Aussehen sei egal: «Ein Singleberater muss gut zuhören können, ein sicheres Auftreten haben und seriöse Arbeit leisten.» Und wenn die Person nicht solo ist, wärs auch recht: «Sonst vermittelt er womöglich sich selber», sagt Roos schmunzelnd.

(ewi)

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