Wegen Ozon-Werten: Innerschweizer sollen Auto zuhause lassen

Aktualisiert

Wegen Ozon-WertenInnerschweizer sollen Auto zuhause lassen

Die Grenzwerte für die Ozon-Konzentration sind seit Tagen überschritten. Die Zentralschweizer Umweltdirektoren rufen nun die Bevölkerung auf, das Auto zuhause zu lassen.

So wie in China sieht es in der Innerschweiz zwar nicht aus, dennoch sind die Bewohner angehalten, ihr Auto stehen zu lassen.

So wie in China sieht es in der Innerschweiz zwar nicht aus, dennoch sind die Bewohner angehalten, ihr Auto stehen zu lassen.

Die Ozon-Konzentration in der Luft liegt in der Zentralschweiz seit mehreren Tagen über dem Immissionsgrenzwert. Die Zentralschweizer Umweltdirektoren rufen die Bevölkerung auf, körperliche Anstrengungen zu meiden und den Schadstoffausstoss zu verringern.

Während der letzten Tage seien an mehreren Messstellen in der Zentralschweiz Spitzenwerte von jeweils über 150 g/m3 registriert worden, heisst es in einer Mitteilung der Zentralschweizer Umweltdirektorenkonferenz vom Donnerstag. Der in der Schweizer Luftreinhalte-Verordnung festgelegte Immissionsgrenzwert zum Schutz der Gesundheit und Umwelt beträgt 120 g/m3.

Da für das kommende Wochenende eine weitere Hitzeperiode prognostiziert werde, müsse erneut mit steigenden Ozonbelastungen gerechnet werden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Sport am Vormittag

Die Umweltdirektoren raten auf Ozon empfindlich reagierenden Personen starke körperliche Anstrengungen im Freien zu Zeiten tiefer Ozonwerte - etwa vormittags - auszuüben. Es empfehle sich zudem, Sport im Schatten - etwa im Wald - zu treiben.

Weiter fordern die Umweltdirektoren die Bevölkerung auf, das Privatauto stehen zu lassen und zu Fuss zu gehen oder das Velo oder den öffentlichen Verkehr zu benutzen. 2-Takt-Motoren, Fahrzeuge ohne Katalysator und ältere Dieselfahrzeuge sollten möglichst wenig benutzt werden.

Husten und Augenbrennen

Das Reizgas Ozon kann beim Menschen zu Husten, Augenbrennen, Kopfweh und Atembeschwerden führen. Besonders betroffen sind Kinder und Personen, die sich oft im Freien aufhalten. Bei Pflanzen kann Ozon die Blätter schädigen.

Ozon in der Atemluft entsteht unter der Einwirkung von Sonneneinstrahlung. Grundlage sind Stickoxide, die bei Verbrennungsprozessen etwa im motorisierten Verkehr entstehen. Aber auch flüchtige organische Verbindungen, die als Lösungsmittel in Industrie, Gewerbe und Haushalten eingesetzt werden, gelten als Vorläuferschadstoffe für Ozon. (sda)

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