Aktualisiert 29.04.2008 19:42

Innerschweizer Sprayer kämpfen um Graffitipunkte

Vandalenakte in der Zentralschweiz nehmen ein immer schlimmeres Ausmass an. Sprayer sollen sich sogar Wettkämpfe um Graffitipunkte liefern.

von
David Huber

Die Kantonspolizei Luzern hat fünf jugendliche Schweizer ermittelt, die im November 2007 und im letzten Februar in Eschenbach unter anderem eine öffentliche Toilette und eine Unterführung versprayt hatten. Laut einer Mitteilung von gestern stammen die 15- bis 17-Jährigen aus Eschenbach und Emmenbrücke. Solche Graffiti haben in den letzten Jahren gemäss Polizei-Sprecher Simon Kopp zugenommen. Wie er zudem aus einer Befragung weiss, soll es unter den jungen Sprayern gar Wettkämpfe mit einem Punktesystem geben. «Das Besprayen von Zügen und Autos ist laut dem Befragten eine grössere Mutprobe und darum wertvoller als zum Beispiel Graffiti an Wänden und Bäumen», so Kopp.

Im Kampf gegen die zunehmenden Vandalenakte setzt die Polizei auf grossflächige Öffentlichkeitsarbeit. «Wir berichten über die Vorfälle und machen den Tätern klar, dass die Schmierereien nicht ungestraft bleiben.» Ausserdem würden bewusst keine Fotos der Sprayereien an die Medien verschickt. Kopp: «In die Zeitung zu kommen kann für die Jugendlichen ein zusätzlicher Anreiz sein.»

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