Aktualisiert 10.12.2017 14:47

Amden SG

«Innert Minuten wuchs das Feuer zum Grossbrand an»

Auch 40 Feuerwehrmänner konnten nicht verhindern, dass eine Scheune mit 37 Tieren komplett niederbrannte. Ein Anwohner schildert das Drama.

von
viv
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Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand das Gebäude im Dorf Amden oberhalb des Walensees bereits in Vollbrand.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand das Gebäude im Dorf Amden oberhalb des Walensees bereits in Vollbrand.

kein Anbieter/Kapo St. Gallen
Im Gebäude, das komplett niederbrannte, befanden sich zehn Ziegen, vier Kälber, drei Zwerghasen, 17 Hühner und drei Hähne.

Im Gebäude, das komplett niederbrannte, befanden sich zehn Ziegen, vier Kälber, drei Zwerghasen, 17 Hühner und drei Hähne.

kein Anbieter/Kapo St. Gallen
Die örtliche Feuerwehr stand mit rund 40 Personen im Einsatz, Während der Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht an der Hand. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

Die örtliche Feuerwehr stand mit rund 40 Personen im Einsatz, Während der Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht an der Hand. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

kein Anbieter/Kapo St. Gallen

Am Samstag gegen 1 Uhr nachts stand eine Scheune in Amden in Vollbrand. In ihr befanden sich 37 Tiere, darunter zehn Ziegen, vier Kälber, drei Zwerghasen, 17 Hühner und drei Hähne. Für die Tiere kam jede Hilfe zu spät. Sie wurden Opfer der Flammen.

Schon als die Rettungskräfte eintrafen, stand das Gebäude im Dorf über dem Walensee in Vollbrand. Wie die Kantonspolizei St. Gallen schreibt, war die Feuerwehr mit 40 Personen im Einsatz und konnte den Brand nach etwas mehr als einer Stunde unter Kontrolle bringen. Die Scheune brannte dennoch bis auf die Grundmauern ab.

«Wir haben die Hitze gespürt»

«Zufälligerweise war meine Tochter um 1 Uhr noch wach und entdeckte die brennende Scheune von ihrem Fester aus. Wir haben sofort die Feuerwehr alarmiert», sagt Anwohner Urs Müller. In nur wenigen Minuten sei das Feuer zu einem Grossbrand angewachsen. Es habe keine Chance bestanden, die Tiere aus dem Gebäude zu befreien.

Der 53-Jährige führt ein kleines Hotel direkt neben der Scheune. Er habe noch darum gebangt, dass der Brand auf seinen Betrieb übergreift. «Ich fuhr sogleich hin und weckte alle Gäste. Wir hatten Glück, dass der Wind günstig geblasen hat, sodass wir nichts von den Flammen und dem Rauch abbekommen haben », so Müller, «wir haben nur die Hitze gespürt.»

Landwirt geschockt

Der Familienvater blieb bis 3 Uhr morgens bei der Scheune und beobachtete die Entwicklung des Brandes. Dort begegnete er auch dem betroffenen Landwirt. «Er stand völlig unter Schock», so Müller. Alle seine Tiere seien in der Scheune gewesen. Ausserdem habe er zwei Stunden vor dem Beginn des Brandes nochmals alles kontrolliert. Gegenüber der Presse mochte der Mann gestern noch keine Auskunft geben.

Der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei St.Gallen klärt nun die Brandursache ab.

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