Aktualisiert 11.03.2014 13:47

Flugplatz DübendorfInnovationspark rückt einen Schritt näher

Auf einem Teil des Flugplatzes Dübendorf soll der Innovationspark Zürich entstehen – egal, ob mit oder ohne künftigen Flugbetrieb. Bis Mitte Jahr wird eine Studie vorliegen.

Der Innovationspark auf dem Flugplatz Dübendorf soll dereinst rund 70 der 230 Hektaren Fläche einnehmen.

Der Innovationspark auf dem Flugplatz Dübendorf soll dereinst rund 70 der 230 Hektaren Fläche einnehmen.

Mit dem geplanten Innovationspark in Dübendorf geht es vorwärts: Eine Studie soll bis Mitte 2014 die städtebaulichen Rahmenbedingungen und die inhaltlichen Eckwerte festhalten, wie Baudirektor Markus Kägi (SVP) am Dienstag vor den Medien sagte. Auf Basis dieses Konzepts werde dann ein kantonaler Gestaltungsplan erarbeitet, der im Sommer 2015 festgelegt werden soll. In einer ersten Etappe ist laut Kägi ein 20 bis 30 Hektar grosses Areal für den Innovationspark vorgesehen.

Hochschulen, Forschungseinrichtungen und forschende Unternehmen werden auf dem Innovationspark konzentriert. Innovative Ideen sollen zu neuen marktfähigen Produkten und Dienstleistungen entwickelt werden.

Hauptstandorte bei Zürich und Lausanne

Der Nationale Innovationspark besteht aus zwei Hauptstandorten (Hubs) in der Nähe der Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich (ETH) und in Lausanne (EPFL). Bevorzugter Standort für den Zürcher Hub ist gemäss dem Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP) der Militärflugplatz Dübendorf, der von der Armee nur noch für eine Helibasis genutzt wird.

Neben den zwei Hubs wird es einige regional ausgerichtete Netzwerkstandorte geben. Die Ausschreibung läuft bis 28. März. Der Bund wird den Entscheid über die Standorte voraussichtlich 2015 fällen.

Kanton lehnt Flugbetrieb ab

Der Innovationspark lasse sich in Dübendorf auch dann realisieren, wenn - wie vom Bund geplant - die Flugpiste künftig für die Geschäftsfliegerei genutzt werden sollte, sagte Stocker. Die Kantonsregierung lehnt den Flugbetrieb ab.

Der Bundesrat will bis Mitte Jahr über eine zivilaviatische Nutzung des Flugplatzes entscheiden. Auch wenn ein privater Betreiber den Zuschlag erhält, dürfte nach Meinung von Volkswirtschaftsdirektor Stocker noch lange nicht geflogen werden. Kantons- und Regierungsrat könnten noch mitreden. Zur nötigen Planungsänderung sei schlussendlich ein Entscheid des Kantonsparlaments erforderlich.

Privatrechtliche Trägerschaft als Parkbetreiberin

Entwickelt wird der Innovationspark Zürich unter der Federführung des Kantons zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Geplant ist, dass der Kanton für die Anschubfinanzierung zuständig ist.

Der Betrieb soll dann von einer privatrechtlichen Trägerschaft unter Beteiligung des Kantons (Public-Private-Partnership-Modell) übernommen werden. Mittel- bis langfristig müsse der Innovationspark selbsttragend sein und von den auf dem Areal ansässigen Akteuren finanziert werden, sagte Stocker.

Noch kein Entscheid zur inhaltlichen Ausrichtung

Thematisch wird sich der Zürcher Innovationspark laut Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) auf die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Stärken des Grossraums Zürich ausrichten. Zur genauen Ausrichtung sei jedoch noch nichts entschieden.

Drei Optionen stünden zur Diskussion: Life Sciences und Lebensqualität, Engineering und Umwelt sowie digitale Technologien und Kommunikation. Es gehe nicht nur darum, den Bogen von der Forschung zur Wirtschaft zu schlagen, sagte Aeppli. Es gehe auch um Entwicklungen im Interesse der ganzen Gesellschaft.

(SDA)

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