Innovativ: Luzerns Bauernhöfe setzen auf Adventure und Fun

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Innovativ: Luzerns Bauernhöfe setzen auf Adventure und Fun

Grusellabyrinth, Mostkurs oder Windenergieanlage: Luzerns Bauernhöfe wandeln sich immer mehr zu Funparks und Energielieferanten.

«Bei diesen tiefen Milchpreisen bleibt uns Landwirten nichts anderes übrig, als einen zweiten Betriebszweig aufzubauen», sagt Bauer Roland Aregger aus Entlebuch. Auch er will sich einen Zustupf sichern und lässt morgen auf seinem Hof eine 60 Meter hohe Windenergieanlage montieren.

Der Horwer Landwirt Josef Heer (50) hat sich ebenfalls etwas einfallen lassen: Rund 30-mal pro Jahr führt er auf seinem Grämlishof «Schule auf dem Bauernhof» durch. Heer: «Ich zeige den Kindern, wie man von Hand mostet, mäht oder melkt.» Grusliger gehts auf dem Betrieb von Bäuerin Karin Wechsler aus Neuenkirch zu und her. «Im Schopf habe ich ein Grusellabyrinth eingerichtet», sagt sie. Daneben organisiert Wechsler nicht nur Schubkarrenrennen oder Hufeisenwerfen an Partys, sondern auch Übernachtungen für Verliebte oder Familien. Wechsler: «Mit den Einnahmen gönnen wir uns Familienferien.»

Ob Landwirte ihren Hof zur Paintballfarm umbauen wie die Gebrüder Baumann aus Dietwil oder die Gülle zur Biogasverarbeitung liefern wie Josef Mattmann aus Inwil – für Alois Hodel vom Luzerner Bauernverband ist klar: «Entgegen der landläufigen Meinung sind unsere Bauern äusserst innovative und kreative Unternehmer.»

Eva Wirth

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