Baselworld: Innovative Basler Uhrmacher
Aktualisiert

BaselworldInnovative Basler Uhrmacher

Im Schatten der grossen Marken bieten an der Baselworld auch lokale Hersteller ihre Uhren feil und entpuppen sich dabei als Trendsetter der Branche.

von
lha/lua
Der gute Messeauftakt stimmt Oris-Präsident Ulrich Herzog für 2012 optimistisch.

Der gute Messeauftakt stimmt Oris-Präsident Ulrich Herzog für 2012 optimistisch.

Gäbe es die Baselworld nicht, würde Zeno Watch Basel den Namen ihrer Heimatstadt nicht im Namen tragen. «Eine japa­nische Kundin hat mich darauf gebracht», so Inhaber Felix Huber. «Dank der Messe ist Basel heute im Ausland bekannt und davon profitiere ich.»

Der Basler Uhrmacher hat mit grossen Gehäusen zudem 1997 einen Megatrend lanciert. Auch das Baselbieter Traditionsunternehmen Oris behauptet sich erfolgreich als Trendsetter gegen die Dominanz der Branchenriesen. Vor 27 Jahren ernteten die Hölsteiner den Spott der Branche, als sie sich von Quartzuhren verabschiedeten und voll auf Mechanik setzten. Präsident Ulrich Herzog: «In Asien waren wir damit sehr erfolgreich.»

Gedämpfte Erwartungen

Während das letzte Jahr der Branche Rekordgewinne bescherte – auch Oris hat satte 20  Prozent zugelegt – blickt man heuer verhaltener in die Zukunft. Die Schuldenkrise in Europa und die politische Unruhen im Nahen Osten dämpfen die Erwartungen. «Wir verfolgen die Lage im arabischen Raum sehr genau», sagt An­dreas Ritter vom Möhliner Uhrenfabrikanten Evaco, das sich mit erschwinglichen Quartz­uhren made in Switzerland auf die arabische Kundschaft spezialisiert hat.

Der Messeauftakt verlief für die Lokalmatadoren trotz allem sehr erfolgreich. Die Auftragslage sei erstaunlich gut, hört man von allen. «Das stimmt uns auch für dieses Jahr optimistisch», so Herzog.

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