20 Mio Franken: Inselspital eröffnet High-Tech-Operationssaal
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20 Mio FrankenInselspital eröffnet High-Tech-Operationssaal

Das Berner Inselspital hat einen einzigartigen Operationsbereich eröffnet. Ärzte können während der OP kontrollieren, ob die Eingriffe erfolgreich verlaufen.

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20 Millionen Franken kostete der neue High-Tech-Operationssaal des Berner Inselspitals.

20 Millionen Franken kostete der neue High-Tech-Operationssaal des Berner Inselspitals.

Tanja LÃ?ser
Er besteht aus einem Saal mit einem Computertomographen (CT), einem Saal mit einem Magnetresonanztomographen (MRI) sowie einem sogenannten Hyprid-Operationssaal für die Behandlung von Herz- und Gefässleiden.

Er besteht aus einem Saal mit einem Computertomographen (CT), einem Saal mit einem Magnetresonanztomographen (MRI) sowie einem sogenannten Hyprid-Operationssaal für die Behandlung von Herz- und Gefässleiden.

Tanja LÃ?ser
Es handle sich um ein «Leuchtturmprojekt», das den Medizinalstandort Bern weiter stärke und weit über die Grenzen hinaus strahle, hiess es an der Medienkonferenz.

Es handle sich um ein «Leuchtturmprojekt», das den Medizinalstandort Bern weiter stärke und weit über die Grenzen hinaus strahle, hiess es an der Medienkonferenz.

Tanja LÃ?ser

Aus drei Sälen besteht der neue Operationsbereich, wie die Verantwortlichen am Dienstag bei der Einweihung bekanntgaben: Einem Saal mit einem Computertomographen (CT), einem Saal mit einem Magnetresonanztomographen (MRI) sowie einem sogenannten Hyprid-Operationssaal für die Behandlung von Herz- und Gefässleiden.

In diesem Saal, der bereits seit 2013 in Betrieb ist, werden offen-chirurgische Interventionen mit kathetergesteuerten kombiniert.

Direkte Kontrolle während der OP

Geräte wie ein CT oder ein MRI gebe es in vielen Operationssälen, sagte Prof. Andreas Raabe, Direktor und Chefarzt der Universitätsklinik für Neurochirurgie des Inselspitals. In anderen Städten gebe es aber nur einzelne Säle mit CTs oder MRIs, nicht wie in Bern vernetzt drei nebeneinander.

Dank dieser Kombination sei es in Bern möglich, in sämtlichen chirurgischen Fächern und an sämtlichen Organen Operationen mit Kontrolle durch Bildgebungstechnik vorzunehmen, sagte Raabe weiter. Es handle sich um ein «Leuchtturmprojekt», das den Medizinalstandort Bern weiter stärke und weit über die Grenzen hinaus strahle.

Das sagten der Geschäftsleitungsvorsitzende der Insel-Gruppe, Holger Baumann, und auch der bernische Gesundheits- und Fürsorgedirektor Pierre Alain Schnegg. Letzterer eröffnete den neuen Operationsbereich mit einem Schnitt durch ein rotes Band.

Mehr Sicherheit für Patienten

Nicht nur dem Inselspital nützt allerdings der neue Operationsbereich nach den Worten der Verantwortlichen, sondern auch den Patientinnen und Patienten. Diese dank Bildgebungstechnik hochpräzisen Operationen führten letztlich zu mehr Sicherheit für die Patienten, hiess es bei der Eröffnung.

Ganz allgemein werde es bessere Operationen, weniger Revisionseingriffe und auch weniger postoperative Untersuchungen und Transporte geben.

Finanziert wurden die drei neuen Säle noch aus dem inzwischen nicht mehr bestehenden bernischen Spitalinvestitionsfonds. Bereits 2011 genehmigte der bernische Grosse Rat die dafür beantragten rund 20 Millionen Franken. Die drei neuen Säle befinden sich im Intensivbehandlungs-, Notfall- und Operationszentrum (INO) des Inselspitals und ergänzen bestehende Operationssäle.

Bessere Auslastung

Laut Inselspital trägt der neue Bereich dazu bei, Engpässe bei den Operationssälen zu entschärfen.

Raabe wies bei einem Rundgang für Politiker und Medienschaffende darauf hin, dass beispielsweise der Magnetresonanztomograf auch für ambulante Untersuchungen zur Verfügung stehen wird. Dadurch würden die teuren Geräte so gut wie möglich ausgelastet. (sda)

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