Neue Regelung - Instagram setzt Accounts von unter 18-Jährigen automatisch auf privat
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Neue RegelungInstagram setzt Accounts von unter 18-Jährigen automatisch auf privat

Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen auf der Plattform hat Instagram neue Regeln festgelegt. Neu sind Accounts von jungen Nutzerinnen und Nutzern nicht mehr öffentlich.

von
Dominique Zeier
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Neue Profile von unter 18-Jährigen auf Instagram sind ab sofort automatisch privat gestellt. 

Neue Profile von unter 18-Jährigen auf Instagram sind ab sofort automatisch privat gestellt.

Instagram
Damit sollen jüngere Personen auf der Plattform besser geschützt sein.

Damit sollen jüngere Personen auf der Plattform besser geschützt sein.

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Für bereits existierende Accounts ändert sich erst einmal nichts.

Für bereits existierende Accounts ändert sich erst einmal nichts.

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Digital-Push

  • Instagram hat neue Regelungen für ihre jüngeren Nutzerinnen und Nutzer beschlossen.

  • So sollen neue Accounts von unter 18-Jährigen automatisch auf privat geschaltet werden.

  • Das soll zur Sicherheit der jüngeren Generation auf der Plattform beitragen.

  • Ausserdem hält Instagram daran fest, eine Plattform für unter 13-Jährige bauen zu wollen.

Instagram hat sich dazu entschlossen, alle neuen Accounts von Nutzerinnen und Nutzern, die jünger als 18 Jahre alt sind, in EU-Ländern, Grossbritannien und der Schweiz automatisch auf privat zu stellen. Das bedeutet, dass nur noch zugelassene Follower Posts von unter 18-Jährigen sehen und liken können. Wie die BBC berichtet, zeigt dies Wirkung, denn laut Tests ändert nur einer von fünf Jugendlichen diese Einstellung selbst, wenn der Account bei dessen Erstellung automatisch auf privat gestellt wurde.

Für bereits existierende Accounts ändert sich erst einmal nichts. Aber wer als minderjährige Person bereits über einen Instagram-Account verfügt, wird neu eine Meldung erhalten, die die Vorteile einer Privatschaltung des Profils herausstreichen.

Diese Entscheidung wurde zum Schutz junger Nutzerinnen und Nutzer getroffen. Instagram versucht schon seit einiger Zeit, seine Plattform für die jüngere Generation sicherer zu machen – insbesondere auch, da das Unternehmen immer wieder scharf von Jugendschutzorganisationen kritisiert wurde. Ausserdem musste sich Instagram wegen der Verwendung von Daten von Minderjährigen in Europa einer Untersuchung stellen.

Plattform für Kinder

Weiter will Instagram eine eigenen Plattform für Kinder unter 13 Jahren schaffen. «Die Realität ist, dass sie bereits online sind und es gibt keinen sicheren Weg, sicherzustellen, dass sie ihr Alter auf Plattformen nicht falsch angeben. Aber wir versuchen, Orte für sie zu bauen, die spezifisch für sie gemacht sind und die von ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten überwacht werden können», hatte Facebook, zu dem Instagram gehört, diesbezüglich mitgeteilt.

Damit erwähnt das Unternehmen auch gleich den Knackpunkt des Ganzen: All diese Altersrestriktionen müssen sich darauf verlassen, dass die Besitzerinnen und Besitzer von Instagram-Konten tatsächlich auch ihr richtiges Alter angeben. Dies ist aber häufig nicht der Fall. Um dies entgegenzuwirken, hat Facebook angekündigt, eine künstliche Intelligenz zu entwickeln, die Accounts von unter 13-Jährigen finden und löschen kann.

Instagram setzt aber nicht nur bei den Jugendlichen direkt, sondern auch indirekt bei verdächtigen Accounts an. So wird zum Beispiel «möglicherweise verdächtiges Verhalten» bei Profilen untersucht. Dazu zählt unter anderem, wenn ein Account von einer anderen Person blockiert wird oder besonders vielen Accounts von Kindern und Jugendlichen folgt.

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