06.10.2020 19:59

Neue FunktionInstagram will Kommentare automatisch zensieren

Um gegen Cyber-Mobbing vorzugehen, hat Instagram eine neue Funktion lanciert. Mit dieser sollen verletzende Kommentare von Anfang an verborgen werden.

von
Dominique Zeier
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Instagram will eine neue Funktion einführen. 

Instagram will eine neue Funktion einführen.

Foto: Instagram
Diese soll automatisch problematische Kommentare verbergen.

Diese soll automatisch problematische Kommentare verbergen.

Foto: Instagram
Damit will das Unternehmen gegen Cyber-Mobbing vorgehen. 

Damit will das Unternehmen gegen Cyber-Mobbing vorgehen.

Foto: Getty Images/iStockphoto

Darum gehts

  • Instagram testet ab heute eine neue Funktion.
  • Neu sollen Kommentare, die potenziell beleidigende oder verletzende Inhalte haben, automatisch verborgen werden.
  • Dies soll Mobbing und Hassrede auf der Plattform entgegenwirken.
  • Es ist nicht das erste Mal, dass Instagram ein derartiges Feature einführt.

Weniger Hassrede und Mobbing: Das ist das Ziel, das Instagram mit einer neuen, am Dienstag angekündigten Funktion erreichen will. So sollen künftig Kommentare mit beleidigenden oder hasserfüllten Inhalten automatisch zensiert werden.

Wie der Konzern mitteilt, soll dies auf eine ähnliche Art und Weise geschehen, wie mit unangemessenen Kommentaren bis anhin umgegangen wurde. Allerdings mussten diese bisher stets von Usern aktiv gemeldet werden, um schliesslich vom System verborgen zu werden. Neu soll dieser Prozess automatisch ablaufen. Dabei behilflich ist eine künstliche Intelligenz, die von bisher gemeldeten Posts und Antworten gelernt hat.

Usern soll es aber nach wie vor möglich sein, die automatisch versteckten Kommentare zu lesen. Dazu müssen sie schlicht auf «Versteckte Kommentare ansehen» klicken. In der Ankündigung von Instagram heisst es, dass die Funktion ab sofort getestet würde. Dies fällt auf denselben Tag wie das zehnjährige Jubiläum der Plattform.

Weitere Massnahmen

Es handelt sich hierbei um die zweite grosse Änderung, die Instagram im Kampf gegen Online-Mobbing einführt. Die erste Massnahme trat im letzten Jahr in Kraft, nachdem Instagram ein Tool namens «Restrict» lanciert hat. Dieses erlaubt es den Nutzern, andere User in ihren Freiheiten einzuschränken. So können eingeschränkte Nutzer zwar noch Antworten auf Posts verfassen, diese sind aber nur für sie selbst und niemand anderen ersichtlich.

Es wurden aber auch einige kleinere Features gegen Mobbing eingeführt. So warnt Instagram Nutzer beispielsweise, bevor sie einen Kommentar absenden, der potenziell verletzend sein könnte. Laut Instagram habe dies zu einer «signifikanten Verbesserung» der Qualität der Antworten geführt, wie CNN schreibt. Ausserdem arbeite Instagram daran, eine neue Warnung anzeigen zu lassen, wenn mehrere Posts eines Nutzers als unpassend gemeldet wurden. Geht der Nutzer nicht darauf ein, riskiert er, dass seine Kommentare permanent versteckt oder sein Profil deaktiviert wird.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

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19 Kommentare
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Eidgenossin

07.10.2020, 15:40

Ich finde das absolut richtig

IntelligentHater

07.10.2020, 14:37

Instagram, Tiktok und all die Dingser könnten auch einfach eine Mindestanforderung von IQ im dreistelligen Bereich etablieren. Würde noch so manchen Darwinschen Exzessen die Zügel anlegen...

Der Rentner

07.10.2020, 12:16

aber das mache die von zweinull minuten doch schon lange. Der Zen Kasper ist doch täglich im einsatz.