Integration von Ausländern: «Fördern und Fordern»
Aktualisiert

Integration von Ausländern: «Fördern und Fordern»

Der Schwyzer Regierungsrat will die Integration von Ausländerinnen und Ausländern fördern. Einen hohen Stellenwert misst er dem Erlernen der deutschen Sprache bei.

Zudem soll eine ständige Kommission geschaffen werden. Der Regierungsrat hat am Montag seinen Bericht zur Integration von Ausländerinnen und Ausländern vorgestellt. Er erfüllt damit ein Postulat, das der Kantonsrat 2001 überwiesen hat.

Im Kanton Schwyz liegt der Anteil der ausländischen Bevölkerung mit 16 Prozent unter dem Schweizer Schnitt. Gross sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Gemeinden: Der Ausländeranteil schwankt in den Kommunen zwischen 0 Prozent und 30 Prozent.

Schwyz baut seine Integrationsförderung auf den Grundsatz «Fördern und Fordern». Die Zugewanderten sollen sich aktiv bemühen, Teil der Schwyzer Gesellschaft zu werden. Von den Einheimischen wird erwartet, dass sie den Ausländern vorurteilsfrei begegnen.

Rasch Deutsch lernen

Zentral ist gemäss des Berichtes, dass die Fremdsprachigen rasch Deutsch lernen. Der Kanton will hier als Koordinator auftreten und ein Merkblatt erstellen. In der Regel müssen die Kurse von den Ausländern selbst bezahlt werden.

Die Regierung möchte, dass die Gemeinden die Sozialhilfe vermehrt von dem Besuch von Sprachkursen abhängig machen. Das Gesetz lasse es zu, dass die Sozialhilfe an Bedingungen geknüpft werde, die die Lage des Empfängers verbessere.

Die Regierung will eine Kommission für Integrationsfragen einsetzen, die das Verständnis zwischen Einheimischen und Immigranten fördert und Behörden berät. Integrierend wirken sollen ferner Sprach- und Stützkurse an den Schulen oder Gewaltprävention bei Jugendlichen.

Generell sollen die Zugewanderten besser über ihre Rechte und Pflichten informiert werden. Eine neue Broschüre ist dazu in Planung. Die einmaligen Kosten dafür betragen 48 000 Franken.

Die neuen kantonalen Intergrationsmassnahmen dürften wiederkehrend 35 000 Franken pro Jahr kosten. Bisher gab der Kanton jährlich 271 000 Franken für die Ausländerintegration aus.

(sda)

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