Intensive Spurensuche im Fall Melanie Bektas
Aktualisiert

Intensive Spurensuche im Fall Melanie Bektas

Die Polizei hat gestern nochmals den Arbeitsplatz von Melanie Bektas’ Mörder untersucht. Gefunden wurden unter anderem Digitalkameras.

Gestern Vormittag nahmen zehn Polizisten aus Lörrach und dem Aargau – darunter fünf Kriminaltechniker – die Lagerhalle und die darunterliegenden Kriechgänge am Arbeitsplatz des Mörders Jörg W. in Kaiseraugst unter die Lupe. «Wir hofften, weitere Gegenstände von Melanie Bektas oder belastendes Material wie Nacktfotos zu finden», erklärte Polizeisprecher Dietmar Ernst. Zu Tage kamen nur Kleider des Täters, ein kleines Messer und drei Digitalkameras, von denen zwei noch unbenutzt sind. «Was auf der einen Kamera ist, werden wir noch prüfen», sagte Ernst.

Klar ist dagegen, dass auf einer Digitalkamera, die in der Wohnung von Jörg W. sichergestellt wurde, auch Melanie Bektas nackt abgebildet ist. «Ob er sie durch Vertrauen oder Geld dazu brachte, wissen wir nicht», so Ernst. Nachdem Jörg W. einen neuen Anwalt für sich engagieren konnte, schweigt er.

Nächste Woche wird die Ermittlungsgruppe «Melanie» auf drei bis vier Personen abgebaut. Die Akte soll bis Ende Jahr an die Staatsanwaltschaft übergeben werden.

Sabine Knosala

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