Aktualisiert 18.05.2008 19:37

Inter Mailand holt sich den Titel

Inter Mailand demonstrierte am letzten Spieltag der Serie A «Championship». Mit einem 2:0 gegen den Absteiger Parma sicherten sich die Nerazzurri den dritten Titel in Serie.

Die Kunde von Zlatan Ibrahamovics Doublette in der zweiten Hälfte verbreitete sich im fernen Catania rasch. Dort spielten die Römer um ihre letzte Meisterchance. Im Wissen, dass Inter nach dem 2:0-Vorsprung nicht mehr abzufangen war, entglitt dem Zweiten gar noch der Sieg. Dank dem 1:1 vermied Catania den Abstieg. Parma und der UEFA-Cup-Teilnehmer Empoli hingegen verabschiedeten sich aus der höchsten Liga.

Roberto Mancini wechselte taktisch klug. Nach einer torlosen ersten Halbzeit verstärkte er die Offensive mit Inters Topskorer Ibrahimovic. Der schwedische Ballartist, der wegen Kniebeschwerden zuletzt oft pausieren musste, traf innerhalb von 17 Minuten (62./79.) zweimal. Vor den Stadiontoren feierten Tausende die Treffer der Mailänder Schlüsselfigur. Das Reiseverbot der Anhänger entpuppte sich als Papiertiger.

Nach der Partie schwiegen die Meister zunächst einmal. Sie fühlten sich von den Medien ungerecht behandelt. In den vergangenen Wochen hatte «Internazionale» ein fettes Punktepolster (11 Zähler) verspielt. Am Ende stand der Verein aus der Metropole trotzdem zuoberst auf dem Podium - diesmal ohne politische Nebengeräusche. Vor zwei Jahren wurde den Interisti die Goldmedaille nach dem Ausschluss der Juve am grünen Tisch überreicht. In der letzten Saison war Herausforderer Milan wegen der Strafpunkte mit einem (zu) grossen Handicap gestartet.

Hinter dem entrückten Top-Duo reihte sich Juventus (3.) und Fiorentina auf den nächsten Plätzen mit Champions-League-Zugang ein. In Turin ist auch der beste Skorer der Serie engagiert: Alessandro Del Piero traf beim 3:3 gegen Sampdoria zum 21. Mal. Der Chef-Techniker aus dem Piemont darf mit einer Nomination fürs EM- Kader rechnen.

Erstmals seit acht Jahren wird Milan nach der Sommerpause nicht in der Champions League vertreten sein. Das europäische Schwergewicht mit unübersehbaren Verschleisserscheinungen erreichte nur den 5. Platz. Daran änderte der 4:1-Erfolg gegen Udinese nichts mehr.

Gökhan Inler stand im San Siro 90 Minuten auf dem Rasen. Obschon das Gastspiel mit einer deutlichen Niederlage endete, gehört der Schweizer Nationalspieler zu den Siegern der Saison. In seinem ersten Jahr im Calcio verschaffte er sich einen Stammplatz und viel Respekt. Er ist einer der Gründe, weshalb in Udine nun auch der UEFA-Cup im Programm steht. Es ist anzunehmen, dass Inlers Namen bereits im nächsten «Mercato» heiss gehandelt wird.

Sampdoria Genua - Juventus Turin 3:3 (2:2)

Luigi Ferraris. - 27 000 Zuschauer.

Tore: 7. Del Piero 0:1. 16. Trezeguet (Foulpenalty) 0:2. 22. Cassano 1:2. 39. Maggio 2:2. 65. Del Piero (Foulpenalty) 2:3. 80. Montella 3:3.

Parma - Inter 0:2 (0:0)

Ennio Tardini. - 25 398 Zuschauer.

Tore: 62. Ibrahimovic 0:1. 79. Ibrahimovic 0:2.

Catania - Roma 1:1 (0:1)

Angelo Massimino. - 21 000 Zuschauer.

Tore: 8. Vucinic 0:1. 85. Martinez 1:1.

Milan - Udinese 4:1 (0:1)

San Siro. - 60 000 Zuschauer.

Tore: 32. Mesto 0:1. 48. Pato 1:1. 59. Inzaghi 2:1. 79. Cafu 3:1. 88. Seedorf 4:1.

Bemerkung: Udinese mit Inler.

Torino - Fiorentina 0:1 (0:0)

Olimpico. - 24 000 Zuschauer.

Tor: 76. Osvaldo 0:1.

Atalanta - Genoa 2:0 (1:0)

Atleti Azzurri d'Italia. - 6500 Zuschauer.

Tore: 32. Floccari 1:0. 93. Marconi 2:0.

Cagliari - Reggina 2:2 (1:0)

Sant'Elia. - 22 000 Zuschauer.

Tore: 18. Larrivey 1:0. 55. Amoruso 1:1. 81. Bianco 2:1. 86. Amoruso 2:2.

Empoli - Livorno 2:1 (1:0)

Carlo Castellani. - 6000 Zuschauer.

Tore: 10. Busce 1:0. 56. Saudati 2:0. 84. Diamanti 2:1.

Lazio Rom - Napoli 2:1 (1:0)

Olimpico. - 37 000 Zuschauer.

Tore: 14. Rocchi 1:0. 71. Firmani 2:0. 83. Domizzi 2:1.

Bemerkung: Lazio bis zur 80. mit Behrami.

Siena - Palermo 2:2 (1:2)

Artemio Franchi. - 8000 Zuschauer.

Tore: 2. Maccarone 1:0. 24. Jankovic 1:1. 30. Miccoli 1:2. 58. Maccarone 2:2. (si)

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